Monatsarchiv für Mai 2006

RuheForst® Pfälzerwald eröffnet

Donnerstag, den 25. Mai 2006

Knapp 100 Gäste hatten sich am Samstag auf dem Parkplatz des RuheForsts Pfälzerwald an der B 37 Richtung Kaiserslautern bei der Frankensteiner Steige eingefunden. Dort wurde das erste Gelände für Waldbestattungen in der Pfalz eröffnet. Vom Parkplatz aus, der für RuheForst-Besucher angelegt und gekennzeichnet ist, führte Armin Neufeld, als Revierleiter des Limburg-Dürkheimer Waldes auch für das dortige Bestattungswesen verantwortlich, die Besucher zum Andachtsplatz. Dort besteht für Angehörige Verstorbener grundsätzlich die Möglichkeit eine Trauerfeier in der Natur abzuhalten.

Gemeinsam eröffneten der Bürgermeister der Stadt Bad Dürkheim Wolfgang Lutz, Forstamtsleiter Hartmuth Hager und der Geschäftsführer der RuheForst GmbH, Herr Forstdirektor (i. P.) Jost Arnold den ersten RuheForst in der Pfalz. Die ebenfalls anwesende Landrätin Sabine Röhl zeigte sich froh über den nun eröffneten RuheForst Pfälzerwald. Die Möglichkeiten dieser Bestattungsform seien sehr vielfältig und böten den Menschen eine gute Alternative. Ministerialdirigent Joachim Leonhardt aus Mainz bekundete in seinen Worten ebenfalls die positive Bedeutung für die Region.

Interessenten zur Teilnahme an einer kostenlosen Führung oder zum Aussuchen eines Begräbnisplatzes im RuheForst können sich unter Telefon 06322 – 946716 an Frau Inge Schiemann bei dem Forstamt Bad Dürkheim wenden.

Dürkheim

“RuheForst Flörsbachtal” - heute war Vertragsunterzeichnung

Samstag, den 20. Mai 2006

Flörsbachtal. Nachdem bereits Mitte Dezember 2005 die naturschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung einer Waldbestattungsanlage in der Gemarkung Lohrhaupten vorlag, flatterte der Gemein-de Flörsbachtal Anfang April auch die bestattungsrechtliche Erlaubnis des Main-Kinzig-Kreises ins Haus, so dass am heutigen Tage die Verträge mit der Firma RuheForst unter Dach und Fach gebracht werden konnten. “Besonderen Dank möchte ich hierbei dem 1. Beigeordneten, Herrn Peter Mang, sagen, der sich um diese Angelegenheit während der vergangenen Wochen bzw. Monate intensiv gekümmert hat”, so Bürgermeister Richard Freund.

Kurz zur Konzeption und Idee des RuheForst Flörsbachtal:

RuheForste bieten letzte Ruhestätten in ausgewählten Waldgebieten, die sich durch eine weitgehend standortgerechte und naturnahe Baumarten-Zusammensetzung auszeichnen. Gerade durch das Bestattungskonzept RuheForst können sich diese Wälder nun für mindestens 100 Jahre ungestört weiterentwickeln.

In einem RuheForst befinden sich zahlreiche RuheBiotope. Aus diesen können die Menschen, die sich zu einer RuheForst-Bestattung entschlossen haben, ihre letzte Ruhestätte auswählen. Die Ruhe-Biotope unterscheiden sich durch die verschiedenartigsten Biotop-Elemente wie z. B. Bäume, Sträucher, Gräser, Kräuter und Steine. In einem RuheBiotop können einzelne Personen, Freunde oder andere im Leben verbundene Menschen beigesetzt werden.

Das Recht auf Nutzung eines RuheBiotops kann für bis zu 99 Jahre erworben werden. In einem RuheBiotop können bis zu 12 Personen beigesetzt werden. Die Beisetzung in einem RuheBiotop ist frei von Zwängen und richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen oder dessen Angehörigen. Auf Trauerzeremonien kann, muss aber nicht verzichtet werden; sie können individuell gestaltet werden. Eine namentliche Kennzeichnung des Grabes ist möglich. RuheBiotope® benötigen keine Pflege, da sie Teil des natürlichen Waldes sind. Sie können schon zu Lebzeiten ausgewählt werden und so wichtige Bezugspunkte sein. Die Auswahl erfolgt gemeinsam mit dem Förster der Gemeinde. Die Absicherung der Kundenrechte erfolgt über einen Anhang zum Grundbucheintrag. Die Asche des Verstorbenen wird in einer Urne beigesetzt. Während einer kostenlosen Waldführung mit dem Förster haben Sie die Möglichkeit, sich näher über diese Bestattungsform zu informieren.

Mitarbeiter des Bauhofes bzw. der Forstabteilung legen derzeit letzte Hand an, um die geplante Wald-friedhofshofsfläche auch optisch ansprechend und der Würde des Orts entsprechend zu gestalten. Die Bäume werden nummeriert und kartiert, die Fläche wird mit einem Handlauf eingefriedigt, die im RuheForst Flörsbachtal vorhandenen Wege werden wieder instandgesetzt und optisch aufbereitet. Das Ganze Areal befindet sich in Lohrhaupten in den Waldabteilungen 6a, 6b und 7a. Darüber hinaus wurden mit der heutigen Vertragsunterzeichnung zwischen der Gemeinde Flörsbachtal als Waldbesit-zer und der Firma RuheForst als Betreiber auch in dieser Hinsicht endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Die Gemeindeverwaltung wird in den nächsten Tagen einen entsprechenden Folder entwerfen und auch seitens des Betreibers mit einer spezifischen Software ausgestattet, so dass der Inbetriebnahme voraussichtlich in den Sommermonaten nichts mehr im Wege stehen dürfte.

Flörsbach

Vertragsunterzeichnung, v.l.n.r. Peter Mang; Bgm. Richard Freund; JostArnold

Handschlag

Handschlag im RuheForst

Kennzeichnung

Kennzeichnung durch Nummernronden

Eröffnung des RuheForstes Wildenburger Land

Sonntag, den 14. Mai 2006

Bei strahlendem Sonnenschein und aufblühender Natur wurde am 09. Mai 2006 unter besten Rahmenbedingungen der RuheForst Wildenburger Land vom Gemeinderat Friesenhagen beschlossen. Das Wildenburger Land mit seinen großen Laubwäldern und blühenden Wiesen zeigt sich jetzt von einer ganz besonderen Seite.

Herr Würden, Bürgermeister der Gemeinde Friesenhagen und Herr Dr. Straubinger, Geschäftsführer der Hatzfeldt-Wildenburg´schen Verwaltung, begrüßen diese Entscheidung, mit dem RuheForst Wildenburger Land eine alternative Bestattungsform in der Region anbieten zu können.

Von nun an führt Sie Förster Norbert Saur regelmäßig durch die naturnahen Wälder. Die offizielle Eröffnung findet am 14. Juni 2006 statt. Weitere Informationen und Unterlagen erhalten Sie bei Waltraud Sauer (Tel. 02742 - 93 19 50).

Wildenburger Land

Waldführung für Interessenten des “RuheForsts Pfälzerwald”

Mittwoch, den 10. Mai 2006

Am 7. Mai wurden die ersten zwei Kundenführungen durch den “RuheForst Pfälzerwald” angeboten und durchgeführt. An den zwei Führungen, die an diesem Tag angeboten wurden, haben insgesamt 160 Personen teilgenommen. “Die Nachfrage nach einer Ruhestätte im Pfälzerwald ist riesengroß”, sagte der zuständige Revierleiter Armin Neufeld. Weitere Führungen werden jeweils am Wochenende angeboten. Informationen erhalten Sie beim Forstamt Bad Dürkheim, Frau Schimann Tel. 06322/946716 Bildunterschrift:

Pfalz

Führung durch den RuheForst

Pfalz

Einführung in das RuheForst Konzept durch Revierleiter Armin Neufeld

„Sich bereits zu Lebzeiten mit dem Ort der letzten Ruhe vertraut machen“

Samstag, den 6. Mai 2006

Aus Darmstadt und Umgebung kamen die Besucher angereist, die RuheForst-Betreuer Marcus Stellwag am 29. April begrüßte. Trotz des regnerischen Wetters fanden sich 40 Teilnehmer ein, die an einem RuheBiotop in dem schön gelegenen Areal mit starkem Mischwaldcharakter interessiert sind.

Ermöglicht wurde die Fahrt in den Odenwald durch das in Weiterstadt ansässige Bestattungsinstitut Heuse. Im Laufe der Zeit hat sich das traditionsreiche Familienunternehmen besonders der Trauerbegleitung und der Vorsorge für den Todesfall zugewandt. Die Tabuthemen Trauer und Tod als eine Normalität zu begreifen lernen und zu bewältigen, sieht Geschäftsführer Willi P. Heuse als eine wichtige Aufgabe. In diesem Sinne initiiert er zahlreiche Informationsveranstaltungen. „Sich mit dem Tod auseinandersetzen und eine vorsorgliche Regelung im Hinblick auf das spätere Lebensende zu treffen heißt auch, Verantwortung zu übernehmen“, konstatiert der Bestatter. Die Teilnehmer an der RuheForst-Führung teilen diese Haltung.

Interessiert folgen sie Marcus Stellwag in das eingefriedete Waldstück. Die breiten Wege sind mit Holzhackschnitzeln bedeckt; sie stammen aus der Durchforstung, die der Umwidmung des Waldes zum RuheForst voranging. Holzfällungen sind nun nicht mehr vorgesehen, nur leichte Pflegeeingriffe werden vorgenommen, um die Begehbarkeit zu gewährleisten. Ob denn die Zufahrt bei Schnee und Eis gestreut werden würde, will ein Besucher sogleich wissen, und erfährt: „Streusalz wird vermieden, weil es den Bäumen zusetzt. Aber der Winterdienst räumt täglich, bei Bedarf auch mehrmals.“ Selbstverständlich sind auch im Winter Bestattungen möglich. Viele der Bäume tragen gelbe oder blaue Bänder. Gelb steht für ein Gemeinschaftsbiotop mit bis zu zwölf Bestattungsplätzen, während blau gekennzeichnete Bäume als Familien- oder Freundschaftsbiotope, aber auch als Einzelbiotop erworben werden können. Zudem sind die Bäume nummeriert, um eindeutig identifizierbar zu sein.

Überwiegend sind die Besucher mit ihrem Ehepartner gekommen. Während manche sich nur informieren wollen, steht für einige der Plan einer Waldbestattung schon länger fest. Das Ehepaar Schellhaas aus Darmstadt sucht schon seit mehreren Jahren nach einer Bestattungsmöglichkeit jenseits der Friedhofsmauern. Herr Schellhaas kennt die Gegend um Erbach-Erlenbach gut. Der Hobby-Astronom kommt oft hierher, „weil man nirgends einen besseren Sternenhimmel hat“. „Immer dachte ich, hier möchte ich begraben sein“, erzählt er, „und nun gibt es diese Möglichkeit“.

Andere sind sich noch nicht so sicher. „Was ist, wenn ein Sturm oder Blitzschläge den Wald beschädigen?“, will ein Teilnehmer wissen. Marcus Stellwag erwähnt den Orkan Wiebke, der im Jahr 1990 beträchtliche Schäden angerichtet hat. Doch der Wald im jetzigen RuheForst blieb bestehen. Der Forstwirt erläutert den Besuchern, dass der Mischwald, in dem viele alte Eichen und Buchen stehen, eine besondere Standfestigkeit hat. Natürlich ist das keine Versicherung für die Zukunft; doch die Stadt Erbach ist verpflichtet, für jeden umgebrochenen Baum einen neuen zu pflanzen. Natürlich ist auch die Nutzungsdauer für ein RuheBiotop ein Thema. Das habe man sich wie bei einer Erbpacht vorzustellen, erklärt Stellwag. Für eine Dauer von 99 Jahren übergab die Stadt Erbach 2005 den Wald als RuheForst. Der Kauf eines RuheBiotops ist einem Grundbucheintrag gleichbedeutend. Der Anwärter erwirbt damit das Nutzungsrecht für bis zu 99 Jahre.

Für diese lange Zeitspanne entstehen selbstverständlich nur einmalig Kosten. RuheForst-Betreuer Stellwag teilt am Ende der Führung Informationspapiere zur Preisgestaltung entsprechend Einzel-, Familien- und Gemeinschaftsbiotopen aus. Die Preise staffeln sich dabei nochmals je nach Werthaltigkeit des Holzes. Der Käufer erhält beim Kauf eine Urkunde, in der der genaue Standort des RuheBiotops vermerkt ist. Inbegriffen im Preis ist auch ein kleines Metallschild, auf dem Name, Geburts- und Todestag eingeprägt werden. Dieses Schild wird an dem betreffenden Baum angebracht. Aber auch anonyme Beisetzungen sind möglich. Ebenso die Urnenwahl – von der sich schnell zersetzenden Bio-Urne aus Maisstärke bis zur Schmuckurne – kann der Käufer selbst bestimmen.

Nach dem Rundgang durch den RuheForst diskutieren die Teilnehmer bei der abschließenden Kaffeetafel angeregt die gewonnen Eindrücke. Im Vordergrund stehen der Austausch persönlicher Erfahrungen und die Beweggründe, sich für eine Waldbestattung zu entscheiden. Das Konzept von Bestatter Heuse ist aufgegangen.

Weitere Informationen unter: www.erbacher-ruheforst.de, Tel. 06062-6465 und www.heuse-bestattungen.de, Tel. 0 800-889 889 8 (gebührenfrei).

Heuse

Drei Rosskastanien für den Erbacher RuheForst

Mittwoch, den 3. Mai 2006

Mit anpacken durften die Besucher, die sich anlässlich des „Tag des Baumes“ im Erbacher RuheForst einfanden. Zusammen mit Bürgermeister Harald Buschmann, Jost Arnold, Geschäftsführer der RuheForst GmbH und den zuständigen Förstern pflanzten sie drei Rosskastanien. Die Rosskastanie, im Gründungsjahr des Erbacher RuheForst 2005 „Baum des Jahres“, ist ein standorttypischer Baum für den eingefriedeten Mischwald.

In seiner Begrüßungsrede betonte Harald Buschmann, dass der „Tag des Baumes“ keine Alibi-Funktion haben dürfe, sondern dass bedrohten Baumarten ganzjährig eine besondere Aufmerksamkeit zukommen müsse. So will die Kreisstadt Erbach im Herbst dieses Jahres entlang der Mümling mehrere Schwarzpappeln anpflanzen. Die feuchte Auengebiete liebende Schwarzpappel ist der „Baum des Jahres 2006“.

Während des anschließenden Rundgangs erläuterten Revierleiter Rolf Kohlhage sowie die RuheForst-Betreuer Marcus Stellwag und Helmut Gerner das Waldbau-Konzept im Erbacher RuheForst. Dabei gingen sie besonders auf den hohen ökologischen Stellenwert des herausragenden Mischwaldes ein. Die interessierten Besucher hatten Gelegenheit zu zahlreichen Fragen, wobei sie sich neben der zugrunde liegenden Idee des RuheForsts besonders für die Bestattungsmöglichkeiten und die weitere Abwicklung interessierten.

Für eine weitergehende Beschäftigung mit dem Thema Wald hatten Sabine Krämer-Eis und Willy Schuhmann einen Informationsstand mit zahlreichen Publikationen vorbereitet.

Nähere Auskünfte zum Erbacher RuheForst gibt die Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 06062-6465. Führungen können unter 0176-16400021 mit Marcus Stellwag vereinbart werden. Die offiziellen Termine werden auf der Internetseite www.erbacher-ruheforst.de bekannt gegeben.

Pflanzaktion

V.l.n.r. Mitbürger a. Erbach,Bürgermeister Harald Buschmann, Geschäftsführer RF Jost Arnold

Pflanzaktion

Revierleiter Rolf Kohlhage (Bildmitte) pflanzt mit Erbacher Bürgern eine Rosskastanie

SWR Fernsehteam im RuheForst Pfälzerwald

Dienstag, den 2. Mai 2006

Am 25.4. besuchte ein Fernsehteam des SWR den RuheForst in Bad Dürkheim um Aufnahmen, für einen Fernsehbericht der am 27.4.2006 um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, zu drehen. Revierleiter Armin Neufeld vom Forstamt Bad Dürkheim stellt hierbei den RuheForst vor.

TV

“RuheForst Flösbachtal-Spessart”

Montag, den 1. Mai 2006

Seit geraumer Zeit plant die Gemeinde Flörsbachtal gemeinsam mit der RuheForst GmbH die Einrichtung eines RuheForstes. Noch im Laufe des Jahres wird mit der Eröffnung gerechnet. Der Ruheforst Flörsbachtal/Spessart liegt wunderschön gelegen an der Grenze zu Unterfranken am Fuße der Herrmannskoppe die mit 567m die höchste Erhebung im hessischen Teil des Speassarts ist.
Eine alte Handelsstrasse die “Birkenhainer Landstrasse” ist heute eine bekannter Fernwanderweg der die Städte Hanau und Würzburg miteinander verbindet. Dieser sehr gut begehbare Weg führt an vielen kulturhistorisch wertvollen Besonderheiten vorbei und tangiert unseren RuheForst im Osten.

Der Spessart ist eine sehr ruhige Mithellgebirgsgegend und damit wie Geschaffen für Menschen die im Einklang mit der Natur auch ihre letzte Ruhestätte wählen möchten.

Flörsbach

Flörsbach

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