Monatsarchiv für Mai 2012

30.05.2012 - Sonderpreis für die RuheForst-Gemeinde Wilgartswiesen im Pfälzer Wald

Mittwoch, den 30. Mai 2012

Im Rahmen des Wettbewerbs des Bundeslandes Rheinland-Pfalz „Unser Dorf hat Zukunft” wurde der RuheForst-Gemeinde Wilgartswiesen ein Sonderpreis für vorbildliche ökologische Leistungen zugesprochen. Eine wesentliche Rolle hat dabei auch der über Jahrzehnte gepflegte Schutz einer großen Fledermauskolonie im Rathaus beigetragen. Die kleine Feierstunde fand am 29. Mai statt. Verliehen wurde der Sonderpreis von der Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken.

Auf Initiative von Revierförster Bernhard Klein war Ende 2007 in Wildgartswiesen auf einer gemeindeeigenen 37 ha großen Waldfläche die Waldbegräbnisstätte „RuheForst Südpfälzer Bergland” eingeweiht worden. Der dortige 180-jährige Laub-Mischwald, bestehend aus Buchen, Eichen, Kiefern und Tannen kann sich nun für die nächsten 100 Jahre ungestört entwickeln. Es liegt auf der Hand, dass man sich auch auf dem RuheForst-Waldfriedhof um Flora und Fauna besonders verdient macht. Die Gemeinde Wilgartswiesen gehört mit etwas über 1000 Einwohnern zu den waldreichsten Gemeinden im Biosphärenreservat Pfälzer Wald und ist ein anerkannter Erholungsort.

Weitere Informationen zum RuheForst-Stndort erhalten Sie hier: www.ruheforst-suedpfaelzerbergland.de

28.05.2012 - Ein Tabu verliert seine Kraft, das Tabu „Tod“

Montag, den 28. Mai 2012

Damit verändert sich auch die Bestattungskultur

„Jeder wird sterben, die Frage ist nur: Wie? Qualvoll im Krankenhaus? Dement im Heim? Das Tabu um das Thema Tod bröckelt -  und es gibt gute Ideen für ein Sterben ohne Angst. Es ist Zeit, darüber zu reden.” Mit diesem Vorspann eröffnet die Wochenzeitschrift „Der Spiegel” die Titelgeschichte in der diesjährigen Pfingstausgabe vom 26. Mai. Die „Spiegel”-Redakteure greifen damit ein Thema auf, das viele Menschen bewegt. Sie kommen damit gewissermaßen mitten in unserer Gesellschaft und damit unserer Kultur an. 

Sterben macht Höllenangst, heißt in dem „Spiegel”-Essay. Auch deshalb redeten die meisten Menschen nicht gern darüber. Aber sie sollten es tun, dringend, meinen die Journalisten. Und das sei die neue Idee: „Lasst uns übers Sterben sprechen”. Denn  mit dem offenen Ansprechen des Themas Tod sei schon der halbe Ausbruch aus dem Tabu gelungen.

„Mehr noch: Am besten plant jeder schon mal sein eigenes Sterben - so, wie man sich auf Geburten vorbereitet. Mit allen Beteiligten reden, sich von einer Fachkraft beraten lassen, und die Aufgaben für den Tag X verteilen”, heißt es in der „Spiegel”-Geschichte weiter.

Für viele Menschen ist der Weg zurück in die Natur ganz „natürlich”

Mit dieser Aufforderung rennt man bei RuheForst die sinnbildlich gesprochenen „offenen Türen” ein. Denn auf diesen Waldfriedhöfen ist der Wandel in der Bestattungskultur mehr als deutlich zu spüren. Noch zu ihren Lebzeiten treffen hier Menschen heute Entscheidungen oder ihre Angehörigen treffen diese im Rahmen des Familienkreises für sie, die früher in diesem Maße und in dieser Klarheit nicht denkbar gewesen wären. Die Möglichkeit, auf einer RuheForst-Bestattungsanlage die letzte Ruhe zu finden, hat dem Umgang mit dem Tabu-Thema Tod das Unaussprechliche ermöglicht. Für immer mehr Menschen ist es inzwischen nicht nur möglich, sondern vielfach sogar wichtig, in die Natur und damit zur Schöpfung Gottes zurückzukehren.

Welcher Ort, welches Umfeld, welches Symbol wäre für diese Rückkehr besser geeignet als die Natur, die alten Menschheitssymbole Baum, Pflanze und Wald. Um dort zu bestatten und damit der Natur zurückzugeben, was an uns Menschen sterblich ist. Diesem Gedanken öffnen sich nun auch verstärkt die christlichen Kirchen. Damit wird die Bestattung auf einem RuheForst-Waldfriedhof immer mehr als eine gleichberechtigte Bestattungsform akzeptiert. An großen und erhabenen mächtigen alten Bäumen, an Wurzelstöcken, übersät von Pilzen, Klee, Efeu oder Blumen, an markanten Naturmerkmalen wie Findlingen vertrauen heute immer mehr Angehörige ihre Verstorbenen der die Ewigkeit überdauernden Natur an.

Noch zu Lebzeiten das Ende bedenken

Dabei werden die einzelnen Grabstellen oder wird der Familienbaum mit bis zu zwölf Grabstellen heute häufig noch zu Lebzeiten ausgewählt. Es tun dies Menschen, die sich gedanklich und kulturell im Kreislauf des Lebens verwurzelt sehen - gewissermaßen vom Anfang bis zum Ende. Die Bäume oder die Naturmerkmale werden so zu wichtigen Bezugspunkten für die Angehörigen. Und sie vermeiden damit auch die oftmals bedrückende Friedhofsatmosphäre auf einem städtischen Friedhof.

Auf den RuheForst-Waldfriedhöfen finden aber nicht nur Begräbnisse statt, hier schließt sich nicht nur der Lebenskreis, hin und wieder beginnt er hier auch. Der Pastor einer evangelisch-lutherischen Gemeinde hielt  jüngst anlässlich einer Taufe von zwei Säuglingen auf einem RuheForst in Schleswig-Holstein das Einmalige des Geschehens mit folgenden Worten bildhaft fest: „Inmitten der unendlichen Schöpfung unseres Gottes geborgen bleiben und inmitten dieser herrlichen Natur an den Anfang und das Ende unseres Lebens erinnert werden!”

Mit Sprechen und Planen begegnet man der Angst

„Mit Sprechen und Planen bekommt man die Angst vor dem Tod weg und löst so auch das Tabu auf. Und vorbereitet und angstfrei stirbt es sich besser”, schreibt der „Spiegel” weiter. „Wer darüber redet, beginnt den Tod als Teil des Lebens zu begreifen. Wer fragt und zuhört, erfährt, dass er entgegen aller Erwartung vieles selbst bestimmen kann auf dem Weg zu seinem Ende.”

Den Tod kann und sollte man also nicht verdrängen. „Wer Angst vor einem qualvollen Sterben hat, redet nicht darüber, bekommt deswegen keine Informationen, kann nicht gut planen, und die Angehörigen wissen nicht über seine Wünsche Bescheid, wenn sie für ihn entscheiden müssen”, zitiert der „Spiegel” in seinem Essay einen Palliativmediziner. Dieses Sprechen, Planen und Beraten ist auf jeder RuheForst-Bestattungsanlage die tägliche und sachkundige Selbstverständlichkeit. Hier gehört der Tod tatsächlich zum täglichen Leben, ohne das häufig anderenorts immer noch anzutreffende beklemmende Tabu.

 

23.05.2012 – RuheForst auf der 3. „Odenwald-Country-Fair“

Mittwoch, den 23. Mai 2012

Über 100 Aussteller präsentieren vom 7. bis zum 10. Juni im romantischen Englischen Garten Eulbach bei Erbach im Odenwald Stilvolles und Schönes. Und einer der Aussteller ist erneut die RuheForst GmbH, Betreiber von Waldfriedhöfen, der damit auf der 3. „Odenwald-Country-Fair” auch zum dritten Mal präsent ist. Die Lifestyle-Messe, auf der das Landleben im Vordergrund steht, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil im Odenwälder Veranstaltungsprogramm entwickelt.

Die besonders schönen Wälder der RuheForst-Anlagen, die mit ihren markanten Naturmerkmalen eine ebenso stillvolle wie tröstliche Bestattung ermöglichen, werden mit ihrem Ausstellungsstand auf der „Odenwald-Country-Fair” gewissermaßen als ein natürliches Stück Kulturgut repräsentiert. Denn die RuheForst-Bestattungswälder werden seit jeher nach den Grundsätzen der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) nachhaltig bewirtschaftet. Überdies werden diese Wälder von Förstern und forstwirtschaftlichem Personal geführt und betreut. Wenn der Spaziergänger, gerade jetzt, im Frühjahr und Frühsommer, durch einen der lichtdurchfluteten RuheForst-Wälder geht, wird deutlich, wie nahe der Mensch der Natur sein ist und wie er hier seine innere Ruhe finden kann.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.odenwald-country-fair.de

16.05.2012 - Die neue „RuheForst-Zeitschrift Wildenburger Land“ liegt vor - Andacht und Ehrfurcht prägen das Bild

Mittwoch, den 16. Mai 2012

Die 4. Auflage der Zeitschrift  „Waldbestattungen im RuheForst  Wildenburger Land”  ist erschienen. Die einzelnen Themen reichen vom „Friedhof im Wald” über das „Vorsorgetreffen”, den Baum des Jahres 2012 „Die Europäische Lärche” bis hin zu „Die individuelle Bestattung - Mein RuheForst”. Mit dem letztgenannten Thema befasst sich der Trauerredner Dr. Hubert Grunow. Einen RuheForst zu besuchen sei wie ein Stück Urlaub, schreibt er. Trotz der Sonne sei es hier sehr angenehm kühl und schattig. Und ruhig sei es auch. Ein Gedicht von Eichendorff komme ihm da in den Sinn: „O Täler weit, o Höhen, o schöner grüner Wald ….”

„Als ich meinen ersten Trauerzug durch den RuheForst begleite scheint die Sonne mild durch die alten Eichen, Buchen, Tannen und Föhren”, erinnert Grunow sich. Als Trauerredner habe er zuvor mit der Familie ein intensives Trauergespräch geführt, er sei damit quasi in die Trauer der Familie eingestiegen. Er habe dabei die menschliche Nähe zugelassen mit Weinen und Lachen.

Die Person des Verstorbenen tritt deutlich hervor

Im Trauergespräch mit der Familie tritt die Person der oder des Verstorbenen immer mehr hervor, sie gewinnt immer deutlicher an Gestalt. Die persönliche Geschichte, Vorlieben, Gaben, Talente, Gelingen und Versagen werden im Familiengespräch greifbar. Auch das Leiden und die Beziehungen. „Alles zieht jetzt im ruhigen Zug mit durch den warm beschienenen Sommerwald. Das Bächlein murmelt sein eigenes Schöpfungslied. Vögel singen. Ein leichter, kühlender Wind lässt sich auf der Haut spüren. Ich bekomme gut mit, wie sich die Familie wohl fühlt mit dieser Weise des Abschieds”, formuliert es Trauerredner Grunow  in seinem Beitrag für die RuheForst-Zeitschrift Wildenburger Land wörtlich.

Und er fährt fort: „Die Mutter hatte sich Ihren Platz vier Wochen zuvor noch selbst ausgesucht. Meiner Ansprache, die von der engsten Familie am Abend zuvor noch gegengelesen wurde, passt und ist - ohne Versatzstücke - direkt auf die Mutter zugeschrieben. Ihr Bild stand während des Verfassens der Rede auf meinem Schreibtisch. Es hilft mir, einen Kontakt aufzubauen, sie quasi vor mir zu haben. Ich rede auch schon mal mit ihr und sage, dass es sich um ihre Trauerrede handelt. Und dass ich keinen Unsinn schreibe! Sicher ist es meine Erfahrung als Lebensberater, Theologe, Philosoph, Pädagoge und Supervisor, die ich als Pfund einbringe. Eine gute Portion Menschenkenntnis auch. Gebetet wird auch, aber nicht immer. In einer konfessionsfreien Trauerfeier findet jede Familie ihren Weg und macht ihn mir bekannt. Wichtig ist, dass alle zufrieden sind. Schließlich ist es nicht primär ‚ meine‘, sondern zutiefst ihre Bestattung, ihr Abschied eines geliebten Menschen, ein lebenslang nicht mehr einzuholender, einmaliger Akt”.

Die Andachtsstelle sei vom Verantwortlichen des RuheForsts, Albert Scheppe, herrlich vorbereitet. Einfach und doch so aussagekräftig sei es. Die hölzerne Sitzgruppe - je nach Jahreszeit - mit warmen Polstern belegt. In der Mitte, auf dem natürlichen Fels, die Urne auf die Fichtenzweige liebevoll gestellt. „Ich singe: Geh‘ aus, mein Herz, und suche Freud in dieser schönen Sommerzeit an deines Gottes Gaben ….”. Besser, als dies Trauerredner Grunow in seinen Essays darstellt, kann man eine Bestattung auf einem RuheForst nicht beschreiben. Alles, was hier geschehe, geschehe in großer Andacht und Ehrfurcht. Und genau dies macht das Besondere an den RuheForst-Waldfriedhöfen aus.

15.05.20120 – Die Stadt Kaiserslautern bekommt einen RuheForst

Dienstag, den 15. Mai 2012

Die Einsegnung erfolgt voraussichtlich schon Anfang Juli

Mit der Vertragsunterzeichnung zwischen der Stadt Kaiserslautern und der RuheForst GmbH ist der neue RuheForst-Waldfriedhof beschlossene Sache. Voraussichtlich schon Anfang Juli soll die Anlage eingesegnet werden. Nachdem der Kaiserslauterer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Satzung für den neuen Bestattungswald beschlossen hatte, war der Weg frei für die Vertragsunterzeichnung. Diese ist inzwischen erfolgt. Unterzeichner sind der Beigeordnete und Umweltdezernent der Stadt Kaiserslautern, Peter Kiefer, und der Geschäftsführer der RuheForst GmbH, Jost Arnold. „Der Bestattungswald wird Angang Juli 2012 eingeweiht werden”, gab sich Umweltdezernent Kiefer anlässlich der Vertragsunterzeichnung zuversichtlich. Das rund 45 Hektar große Areal entstehe im Waldgebiet Haseln.

Umweltdezernent Kiefer lobte ausdrücklich den Standort des neuen Friedhofs wegen seiner hervorragenden Verkehrsanbindungen. Überhaupt biete die Stadt Kaiserslautern optimale Grundvoraussetzungen für das Vorhaben. „Der Bestattungswald ist ein sehr gutes Angebot für unsere gesamte Region”, zeigte sich Kiefer von den positiven Auswirkungen der nun getroffenen Vereinbarung überzeugt. Die RuheForst GmbH stünde dabei als erfahrener Partner mit einem bundesweit bewährten Konzept zur Seite, unterstrich er.

Den natürlichen Wald erhalten

Die nun zwischen der Stadt Kaiserslautern und der RuheForst GmbH getroffene Vereinbarung wurde auch von RuheForst-Geschäftsführer Arnold begrüßt. „Ein RuheForst bietet die letzte Ruhestätte in einem ausgewählten naturnahen Waldgebiet, hier wird die Urne eines Verstorbenen in einem RuheBiotop beigesetzt”. Ein Kriterium sei dabei, den natürlichen Wald größtmöglich zu erhalten. Das RuheBiotop - wörtliche stehe dieser Begriff für einen „Ort des ewigen Lebens” - werde im künftigen Kaiserslauterer Bestattungswald rund um ausgewählte Bäume angelegt, erläuterte Arnold weiter. Jeder der Bäume biete Raum für bis zu zwölf Urnen-Grabplätze.

„Dabei werden verschiedene Optionen angeboten: Vom EinzelBiotop über das Familien- oder FreundschaftsBiotop bis hin zum GemeinschaftsBiotop”, führte der RuheForst-Geschäftsführer weiter aus. Dadurch, dass alle Grabplätze exakt vermessen würden, sei es in jedem Fall langfristig nachvollziehbar, welche Urne sich wo befinde. Darüber hinaus bestehe natürlich die Möglichkeit, an der betreffenden Grabstätte eine kleine Gedenk- bzw. Namenstafel mit dem Geburts- und dem Sterbedatum des hier Bestatteten anzubringen.

Arnold lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kirchen

Ausdrücklich hob Arnold hervor, dass sämtliche RuheForst-Bestattungsanlagen von Geistlichen der beiden großen christlichen Konfessionen eingesegnet wurden. Und so werde man auch mit dem neuen RuheForst in Kaiserslautern verfahren. Der RuheForst-Geschäftsführer verwies bei dieser Gelegenheit besonders auf die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kirchen.

Als Vorteile eines RuheForst-Bestattungswaldes nannte Arnold auch die transparente Kostenstruktur sowie die Tatsache, dass die einzelnen RuheBiotope auf sehr lange Zeit erworben werden und damit von mehreren Generationen genutzt werden könnten. Da die Grabstätten bereits vorsorglich ausgesucht und vorgemerkt werden könnten, würde der Bestattungswald schon zu Lebzeiten ein Bezugspunkt für die Familien.

„In Kaiserslautern beginnen nun in Kürze die Bau- und Erschließungsmaßnahmen”, informierte im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung Michael Sattel vom Referat Grünflächen der Stadt Kaiserslautern. Auf dem Waldgebiet seien zunächst 322 Bäume auf einem Areal von neun Hektar ausgewählt worden. Das Nutzungsrecht betrage vom Datum der Einweihung an, mit Anfang Juli 2012 also, 99 Jahre. Bei einer bestehenden Mindestruhedauer von 20 Jahren könnten die letzten freien Ruhestätten daher in 79 Jahren vergeben werden. Der Erwerb eines Nutzungsrechts sei allerdings erst vom Tag der offiziellen Einweihung Mitte des Jahres möglich, betonte Sattel. Als Ansprechpartner stehe die Friedhofsverwaltung in Kaiserslautern zur Verfügung.

14.05.2012 - Messe „Leben & Tod“ in Bremen am 10. / 11.5.2012

Montag, den 14. Mai 2012

Zum dritten Mal fand am 10. und 11. Mai auf dem Bremer Messegelände die Bestattungs-Fachmesse „Leben & Tod” statt. Die Teilnehmerpalette reichte von den Ausstellern der Bestattungsbranche über Hospize bis hin zu Kunst und Kreativität rund um die Themen Tod und Trauer. Ein besonderes Schwergewicht der Messe galt in diesem Jahr dem Bereich „Wie bewältigen Kinder das Thema Tod und Trauer”? Naturgemäß war auch RuheForst mit einer Darstellung seiner norddeutschen Waldfriedhöfe auf dem Bremer Messegelände vertreten. In zum Teil sehr intensiven Beratungsgesprächen konnten die Mitarbeiter der RuheForst GmbH das Besondere am „Gedanken RuheForst” erläutern und damit den zahlreichen Interessierten näher bringen.

Im Mittelpunkt vieler Gespräche stand dabei auch der Rechtsstatus der so genannten „Sternenkinder”. Denn gewissermaßen zum Messeauftakt hatte das Bundeskabinett am 9. Mai für die tot geborenen Kinder einen neuen Rechtsstatus beschlossen. Nach der neuen Rechtslage können diese „Sternenkinder” nun ebenfalls in ein Personenstandsregister eingetragen werden. Dies war den Eltern der tot geborenen Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 g, da sie als Fehlgeburt eingestuft wurden, bislang verwehrt. Verschiedentlich haben sogar Friedhöfe den Eltern dieser Kinder ein angemessenes Begräbnis verweigert.

Bei Ruheforst hatte man sich der Sorgen und Nöte der Eltern dieser „Sternenkinder” aber schon seit jeher angenommen und auf RuheForst-Waldfriedhöfen besondere Grabstellen, sogenannte RegenbogenBiotope, eingerichtet. Der aktuelle Beschluss des Bundeskabinetts bestätigt nun die bei RuheForst seit jeher gepflegte Tradition. Daher konnten und können auf einem Ruheforst die Regenbogenkinder schon seit jeher wieder in den lebendigen Kreislauf des Waldes, dem Symbol für die Aussöhnung mit dem Werden und Vergehen des Lebens, einkehren.

14.05.2012 - „Kommunikation in der Trauerbegleitung“ war das Hauptthema auf dem norddeutschen RuheForst-Regionaltreffen

Montag, den 14. Mai 2012

Der Betrieb eines Waldfriedhofs ist auch eine Dienstleistung, aber in einer ganz besonderen Situation

Dass das Führen und der Betrieb eines Waldfriedhofs eine ganz besondere Form von Dienstleistung ist, das machte das jüngste RuheForst-Regionaltreffen für Mecklenburg-Vorpommern im Nationalparkhotel Kranichrast in Kargow deutlich. Zu diesem turnusmäßigen Treffen waren Führungspersonal und Mitarbeiter der mecklenburgischen RuheForst-Standorte zusammengekommen, die von den Landesforsten Mecklenburg-Vorpommern betreut werden.

Das zentrale Thema lautete „Kommunikation in der Trauerbegleitung”. In der Gesprächsrunde wurde deutlich, dass die Tätigkeit auf einem RuheForst-Waldfriedhof nicht selten sehr spezifische mentale Anforderungen an das dortige Personal stellt. Denn Bestattungen in der natürlichen Umgebung eines Waldes werden in der Bundesrepublik immer beliebter. Und die Waldfriedhöfe in den besonders schönen Wäldern der RuheForst-Anlagen bieten einen tröstlichen, zugleich aber auch ausgesprochen würdevollen Rahmen für ein Begräbnis.

Mit dem wachsenden Interesse nimmt naturgemäß auch der Informationsbedarf der Interessierten, die eine der zahlreichen RuheForst-Anlagen besuchen oder sich bei einer der Beratungsstellen melden, zu. Und diesem Informationsbedarf nachzukommen stellt das RuheForst-Personal bisweilen vor sehr spezifische Herausforderungen. Denn es ist schließlich eine besondere Form der Trauerbegleitung in zum Teil sehr persönlicher Ansprache, die die Mitarbeiter auf den einzelnen RuheForst-Standorten zu bewältigen haben. Es ist die nahezu tägliche Konfrontation mit dem Tod, die die RuheForst-Mitarbeiter dabei bisweilen selbst an die Grenze der persönlichen und mentalen Belastung führt. Nicht zuletzt diese Situationen sind es, die auf den RuheForst-Regionaltreffen, die regelmäßig stattfinden, immer wieder eine breite Aussprache und intensive Kommunikation erforderlich machen.

14.05.2012 - Landwirtschaftskammer Niedersachsen schließt umfassenden Rahmenvertrag mit RuheForst

Montag, den 14. Mai 2012

Das „Netzwerk RuheForst” erfährt somit eine entscheidende Verstärkung

Zwischen der Landwirtschaftskammer des Bundeslandes Niedersachsen und dem bundesweit tätigen Betreiber von Waldfriedhöfen, der RuheForst GmbH, bahnt sich eine umfassende wie auch langfristige Kooperation an. Dieser Tage unterzeichneten der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Arendt Meyer zu Wehdel, und der Geschäftsführer der RuheForst GmbH, Jost Arnold, einen entsprechenden Rahmenvertrag. Die Vereinbarung schließt die Planung, die Vorbereitung, wie das Regionalmarketing für die künftigen Waldfriedhöfe ebenso ein wie alle zu erbringenden Dienstleistungen für die einzelnen Vorhaben. Für die künftigen RuheForst-Standorte im Bundesland Niedersachsen kommen sowohl die kommunalen wie auch die kirchlichen und privaten Wälder infrage.

Die neuen niedersächsischen Waldfriedhöfe, die nun entstehen werden, fallen in die Zuständigkeit des Geschäftsbereichs Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer unter Leitung von Rudolf Alteheld.  Leiter des Fachbereichs  Waldbau, Waldnutzung sowie Ökomanagement und somit zuständig für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, ist Frank Haufe. Die unmittelbare Zuständigkeit für die Entwicklung und Durchführung neuer RuheForst-Waldfriedhöfe liegt im Fachreferat Ökomanagement des Geschäftsbereichs Forstwirtschaft und ist damit Heiner Rupsch unterstellt.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen vertritt die fachlichen Interessen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft wie auch im Gartenbau Niedersachsens. Die wichtigsten Aufgaben der Landwirtschaftskammer sind die Beratung sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft dieses Bundeslandes. Die Landwirtschaftskammer nimmt gegenüber anderen öffentlich-rechtlichen und staatlichen Körperschaften in Niedersachsen die Aufgaben der land- und forstwirtschaftlichen Fachbehörde wahr. Unter anderem sind in elf Bezirksstellen sowie fünf Forstämtern und im mehreren Instituten rund 2400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Landwirtschaftskammer beschäftigt. Das Betreuungsgebiet umfasst neben etwa 2,6 Millionen landwirtschaftlicher Nutzflächen auch rund 700.000 ha private Waldflächen.

Kooperationen in der Land- und Forstwirtschaft haben in Niedersachsen bereits eine lange Tradition

Forstwirtschaftliche Kooperationen würden gerade in jüngster Zeit von Wirtschaft und Politik propagiert und umworben. Gerade in Niedersachsen haben solche Formen enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Privatwaldbesitzern und deren Zusammenschlüsse ohnehin eine lange Tradition, betonte sowohl Geschäftsbereichsleiter Alteheld als auch Fachbereichsleiter Haufe anlässlich der Vertragsunterzeichnung mit der RuheForst GmbH. Die Mitglieder und Kunden der Landeswirtschaftskammer machten inzwischen etwa 50.000 Betriebsleiter der Land- und Forstwirtschaft aus. Hinzu kommen die ebenfalls rund 50.000 privaten Waldbesitzer sowie deren Familienangehörige.

Man freue sich nun auf den neuen Partner RuheForst und verspreche sich von der Kooperation weitere Fortschritte in der ökologischen Nutzung der niedersächsischen Wälder. Für wenigstens 99 Jahre würden diese besonderen Waldfriedhöfe nun unter Schutz gestellt und nachhaltig bewirtschaftet. Und was könnte einem schönen Wald besser geschehen, als eine dauerhafte pflegliche Nutzung und dies über einen langen Zeitraum hinweg. Ohnehin sei es mehr denn je die Natur, in der die Menschen Erholung und Entspannung suchten. Und in den künftigen RuheForst-Anlagen könnten sie in der Zukunft darüber hinaus Besinnlichkeit und Trost finden.

RuheForst-Wälder müssen spezifische Anforderungen erfüllen

RuheForste sind zu Friedhöfen umgewidmete Wälder, die allerdings ganz besondere Anforderungen erfüllen müssen. „Es sind vor allem ältere und gepflegte Wälder, die wir für die Einrichtung unserer RuheForst-Begräbnisstätten bevorzugen; in der Regel zeichnen sich diese abwechslungsreichen Wälder durch eine Vielzahl ganz besonderer Naturmerkmale aus, wie beispielsweise große alte Buchen und Eichen, Vogelhecken oder besondere Findlinge, immer in  landschaftlich schön gelegenen Wäldern”, hob RuheForst-Geschäftsführer Arnold bei der Vertragsunterzeichnung hervor.

Damit bieten die RuheForst-Anlagen die Möglichkeit einer sehr würdevollen Bestattung, wie sie inzwischen dem Zeitgeist entgegenkomme und heute auf einem „normalen” städtischen Friedhof häufig nicht mehr möglich sei. Auch änderten sich die Einstellungen der Menschen rapide und der Bedarf nach neuen Möglichkeiten und  Wegen des Gedenkens nehme zu, ohne dass Angehörige befürchten müssten, als pietätlos und undankbare dem Verstorbenen gegenüber zu gelten.

Sowohl  der für das Ökomanagement verantwortliche Heiner Rupsch als auch RuheForst-Mann Arnold, selbst Forstdirektor, hoben übereinstimmend hervor, dass Pflege und Betreuung eines jeden derartigen Waldfriedhofs künftig ausgebildeten Förstern unterliege. Vor allem die Arbeit dieser Fachleute garantiere die Aufrechterhaltung der hohen Qualität dieser Wälder und das über einen langen Zeitraum hinweg. Das Land Niedersachsen folge damit im Übrigen dem Bundesland Schleswig Holstein, das einen derartigen Rahmenvertrag mit RuheForst schon seit einigen Jahren erfolgreich umsetze.

10.05.2012 - „Sternenkinder“ erhalten einen Rechtsstatus – J. Arnold: „Bei RuheForst hatten sie ihn aber schon immer“

Donnerstag, den 10. Mai 2012

Das Bundeskabinett in Berlin hat am Mittwoch, den 9. Mai, einen neuen Rechtsstatus für sogenannte „Sternenkinder” beschlossen. Der Tod eines ungeborenen oder unmittelbar nach der Geburt verstorbenen Kindes, eines „Sternenkindes”, bedeutet für die Eltern immer großen Schmerz und tiefe Trauer. Nach der bislang gültigen Rechtslage wurde den Eltern dieser „stillgeborenen” Kinder, da sie nicht bestattungspflichtig waren, häufig die Möglichkeit genommen, sich würdevoll zu verabschieden. Auf den RuheForst-Waldfriedhöfen hatte man sich den Sorgen und Nöten dieser Eltern mit der Einrichtung der so genannten RegenbogenBiotope seit jeher in besonderer Weise angenommen. Man wollte damit einen kleinen Beitrag zur Trauerbewältigung leisten und darüber hinaus Orte schaffen, die Raum bieten für einen würdevollen Abschied.

Ein betroffenes Elternpaar, das gleich drei Mal vom Tod eines „Sternenkindes” betroffen war, hatte im Jahr 2009 eine Petition beim Bundestag eingebracht, um die bisherige Rechtspraxis zu ändern. Über 40.000 Unterschriften hatten sie für ihre Forderung gesammelt, um alle tot geborenen Kinder unabhängig von ihrem Geburtsgewicht in die Personenstandsregister eintragen zu lassen. Und im Juni 2011 hatte der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen, die Forderung der Eltern zur Berücksichtigung zu überweisen.

Nun hat das Bundeskabinett einen entsprechenden Beschluss gefasst. Damit erhalten die Eltern dieser so genannten „Sternenkinder” die Möglichkeit, diese ins Personenstandsregister einzutragen. Bislang galten solche tot geborenen Kinder mit einem Gewicht von unter 500 g als Fehlgeburt und wurden daher personenstandrechtlich nicht erfasst. Schätzungen zufolge gibt es in der Bundesrepublik in jedem Jahr etwa 1500 solcher „Sternenkinder”, die bislang nicht bestattungspflichtig waren und für die einige Friedhöfe überdies ein angemessenes  Begräbnis verweigerten.

Wie der Geschäftsführer der RuheForst GmbH, Jost Arnold, betont, hatte man sich bei RuheForst den Sorgen und Nöten der Eltern dieser „Sternenkinder” aber schon immer angenommen und auf vielen RuheForst-Friedhöfen eigene Grabstellen für diese stillgeborenen Kinder eingerichtet, die so genannten RegenbogenBiotope, und die Bestattung sogar grundsätzlich kostenfrei durchgeführt. Die am 9. Mai vom Bundeskabinett beschlossene neue Rechtspraxis bestätige nun die bei RuheForst seit jeher angewandte Vorgehensweise. Die RuheForst-RegenbogenBiotope sind besonders gekennzeichnete RuheBiotope, wie bei RuheForst die einzelnen Grabstellen genannt werden. Auf vielen RuheForst-Anlagen gebe es dabei allerdings noch eine Besonderheit: Wenn in diesen außergewöhnlichen Bestattungswäldern der Frühling von den großflächigen weißen Teppichen der dort blühenden Buschwindröschen eingeläutet wird, dann kehren die Regenbogenkinder ein in den lebendigen Kreislauf des Waldes, dem Symbol für die Aussöhnung mit dem Werden und Vergehen des Lebens.

03.05.2012 - In der täglichen Konfrontation mit dem Tod

Donnerstag, den 3. Mai 2012

Das aktuelle RuheForst-Regionaltreffen fand am „Tag des Baumes” statt

Die inzwischen schon zur Tradition gewordenen Regionaltreffen in der RuheForst-„Familie” dienen dem allgemeinen Gedankenaustausch unter den Kollegen. „Auf unserer Zusammenkunft in Waldalgesheim wollten wir im kleinen Kreis aber auch über Probleme mit unserer täglichen Konfrontation mit dem Tod sprechen”, betonte Armin Neufeld, der Leiter des RuheForst-Standortes Bad Dürkheim, der das aktuelle Treffen in Waldalgesheim organisiert hat. In der rheinhessischen Gemeinde waren Vertreter von RuheForst-Waldfriedhöfen aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland zusammengekommen.

Das Treffen fand am „Tag des Baumes” statt. Erstmals wurde am 25. April 1952 dieser „Tag des Baumes” in Deutschland begangen. Der Gedenktag soll die Bedeutung des Waldes für die Menschen im Bewusstsein halten. Und gerade aus diesem Bewusstsein heraus entscheiden sich heute viele Menschen für eine Waldbestattung. Denn abgesehen vom langen Nutzungsrecht für die einzelne Grabstelle sind es der Wegfall der Grabpflege und die ganz besondere tröstliche Atmosphäre, die man auf den RuheForst-Waldfriedhöfen antrifft. Und gewissermaßen „nebenbei” tut man auch dem Wald etwas Gutes. Denn diese Bestattungswälder sind auf 99 Jahre hinaus vor jeder Abholzung geschützt. Und die besonderen Naturschönheiten, die die RuheForste darstellen, bleiben somit den nachfolgenden Generationen erhalten.

Geleitet werden die RuheForst-Anlagen von Förstern. Zu deren Ausbildung gehört naturgemäß die Pflege dieser besonders schönen Wälder, nicht jedoch eine Waldbestattung. „Wir tun vor Ort und für die Menschen unser Bestes, haben aber als Förster immer auch unseren Wald im Blick”, sagte Bernhard Naujack, Förster im RuheForst Rheinhessen-Nahe in Waldalgesheim und damit Gastgeber des Regionaltreffens.

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