{"id":1102,"date":"2012-05-28T07:16:29","date_gmt":"2012-05-28T05:16:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/2012\/05\/28\/28-05-2012-ein-tabu-verliert-seine-kraft-das-tabu-tod\/"},"modified":"2012-05-28T07:16:29","modified_gmt":"2012-05-28T05:16:29","slug":"28-05-2012-ein-tabu-verliert-seine-kraft-das-tabu-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/2012\/05\/28\/28-05-2012-ein-tabu-verliert-seine-kraft-das-tabu-tod\/","title":{"rendered":"28.05.2012 \u2013 Ein Tabu verliert seine Kraft, das Tabu \u201eTod\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Damit ver\u00e4ndert sich auch die Bestattungskultur<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/spiegel.jpg\" rel=\"lightbox[1006466]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1004284\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/spiegel-226x300.jpg\" alt=\"Spiegel-226x300 in \" width=\"226\" height=\"300\" \/><\/a>\u201eJeder wird sterben, die Frage ist nur: Wie? Qualvoll im Krankenhaus? Dement im Heim? Das Tabu um das Thema Tod br\u00f6ckelt \u2013\u00a0 und es gibt gute Ideen f\u00fcr ein Sterben ohne Angst. Es ist Zeit, dar\u00fcber zu reden.\u201d Mit diesem Vorspann er\u00f6ffnet die Wochenzeitschrift \u201eDer Spiegel\u201d die Titelgeschichte in der diesj\u00e4hrigen Pfingstausgabe vom 26. Mai. Die \u201eSpiegel\u201d-Redakteure greifen damit ein Thema auf, das viele Menschen bewegt. Sie kommen damit gewisserma\u00dfen mitten in unserer Gesellschaft und damit unserer Kultur an.\u00a0<\/p>\n<p>Sterben macht H\u00f6llenangst, hei\u00dft in dem \u201eSpiegel\u201d-Essay. Auch deshalb redeten die meisten Menschen nicht gern dar\u00fcber. Aber sie sollten es tun, dringend, meinen die Journalisten. Und das sei die neue Idee: \u201eLasst uns \u00fcbers Sterben sprechen\u201d. Denn\u00a0 mit dem offenen Ansprechen des Themas Tod sei schon der halbe Ausbruch aus dem Tabu gelungen.<\/p>\n<p>\u201eMehr noch: Am besten plant jeder schon mal sein eigenes Sterben \u2013 so, wie man sich auf Geburten vorbereitet. Mit allen Beteiligten reden, sich von einer Fachkraft beraten lassen, und die Aufgaben f\u00fcr den Tag X verteilen\u201d, hei\u00dft es in der \u201eSpiegel\u201d-Geschichte weiter.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr viele Menschen ist der Weg zur\u00fcck in die Natur ganz \u201enat\u00fcrlich\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Mit dieser Aufforderung rennt man bei RuheForst die sinnbildlich gesprochenen \u201eoffenen T\u00fcren\u201d ein. Denn auf diesen Waldfriedh\u00f6fen ist der Wandel in der Bestattungskultur mehr als deutlich zu sp\u00fcren. Noch zu ihren Lebzeiten treffen hier Menschen heute Entscheidungen oder ihre Angeh\u00f6rigen treffen diese im Rahmen des Familienkreises f\u00fcr sie, die fr\u00fcher in diesem Ma\u00dfe und in dieser Klarheit nicht denkbar gewesen w\u00e4ren. Die M\u00f6glichkeit, auf einer RuheForst-Bestattungsanlage die letzte Ruhe zu finden, hat dem Umgang mit dem Tabu-Thema Tod das Unaussprechliche erm\u00f6glicht. F\u00fcr immer mehr Menschen ist es inzwischen nicht nur m\u00f6glich, sondern vielfach sogar wichtig, in die Natur und damit zur Sch\u00f6pfung Gottes zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Welcher Ort, welches Umfeld, welches Symbol w\u00e4re f\u00fcr diese R\u00fcckkehr besser geeignet als die Natur, die alten Menschheitssymbole Baum, Pflanze und Wald. Um dort zu bestatten und damit der Natur zur\u00fcckzugeben, was an uns Menschen sterblich ist. Diesem Gedanken \u00f6ffnen sich nun auch verst\u00e4rkt die christlichen Kirchen. Damit wird die Bestattung auf einem RuheForst-Waldfriedhof immer mehr als eine gleichberechtigte Bestattungsform akzeptiert. An gro\u00dfen und erhabenen m\u00e4chtigen alten B\u00e4umen, an Wurzelst\u00f6cken, \u00fcbers\u00e4t von Pilzen, Klee, Efeu oder Blumen, an markanten Naturmerkmalen wie Findlingen vertrauen heute immer mehr Angeh\u00f6rige ihre Verstorbenen der die Ewigkeit \u00fcberdauernden Natur an.<\/p>\n<p><strong>Noch zu Lebzeiten das Ende bedenken<\/strong><\/p>\n<p>Dabei werden die einzelnen Grabstellen oder wird der Familienbaum mit bis zu zw\u00f6lf Grabstellen heute h\u00e4ufig noch zu Lebzeiten ausgew\u00e4hlt. Es tun dies Menschen, die sich gedanklich und kulturell im Kreislauf des Lebens verwurzelt sehen \u2013 gewisserma\u00dfen vom Anfang bis zum Ende. Die B\u00e4ume oder die Naturmerkmale werden so zu wichtigen Bezugspunkten f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen. Und sie vermeiden damit auch die oftmals bedr\u00fcckende Friedhofsatmosph\u00e4re auf einem st\u00e4dtischen Friedhof.<\/p>\n<p>Auf den RuheForst-Waldfriedh\u00f6fen finden aber nicht nur Begr\u00e4bnisse statt, hier schlie\u00dft sich nicht nur der Lebenskreis, hin und wieder beginnt er hier auch. Der Pastor einer evangelisch-lutherischen Gemeinde hielt\u00a0 j\u00fcngst anl\u00e4sslich einer Taufe von zwei S\u00e4uglingen auf einem RuheForst in Schleswig-Holstein das Einmalige des Geschehens mit folgenden Worten bildhaft fest: \u201eInmitten der unendlichen Sch\u00f6pfung unseres Gottes geborgen bleiben und inmitten dieser herrlichen Natur an den Anfang und das Ende unseres Lebens erinnert werden!\u201d<\/p>\n<p><strong>Mit Sprechen und Planen begegnet man der Angst<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMit Sprechen und Planen bekommt man die Angst vor dem Tod weg und l\u00f6st so auch das Tabu auf. Und vorbereitet und angstfrei stirbt es sich besser\u201d, schreibt der \u201eSpiegel\u201d weiter. \u201eWer dar\u00fcber redet, beginnt den Tod als Teil des Lebens zu begreifen. Wer fragt und zuh\u00f6rt, erf\u00e4hrt, dass er entgegen aller Erwartung vieles selbst bestimmen kann auf dem Weg zu seinem Ende.\u201d<\/p>\n<p>Den Tod kann und sollte man also nicht verdr\u00e4ngen. \u201eWer Angst vor einem qualvollen Sterben hat, redet nicht dar\u00fcber, bekommt deswegen keine Informationen, kann nicht gut planen, und die Angeh\u00f6rigen wissen nicht \u00fcber seine W\u00fcnsche Bescheid, wenn sie f\u00fcr ihn entscheiden m\u00fcssen\u201d, zitiert der \u201eSpiegel\u201d in seinem Essay einen Palliativmediziner. Dieses Sprechen, Planen und Beraten ist auf jeder RuheForst-Bestattungsanlage die t\u00e4gliche und sachkundige Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Hier geh\u00f6rt der Tod tats\u00e4chlich zum t\u00e4glichen Leben, ohne das h\u00e4ufig anderenorts immer noch anzutreffende beklemmende Tabu.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><!-- google_ad_section_end --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit ver\u00e4ndert sich auch die Bestattungskultur \u201eJeder wird sterben, die Frage ist nur: Wie? Qualvoll im Krankenhaus? Dement im Heim? 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