{"id":965,"date":"2010-02-20T12:59:57","date_gmt":"2010-02-20T10:59:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/2010\/02\/20\/20-02-2010-die-arten-des-jahres-2010\/"},"modified":"2010-02-20T12:59:57","modified_gmt":"2010-02-20T10:59:57","slug":"20-02-2010-die-arten-des-jahres-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/2010\/02\/20\/20-02-2010-die-arten-des-jahres-2010\/","title":{"rendered":"20.02.2010 \u2013 Die Arten des Jahres 2010"},"content":{"rendered":"<h2>Baum des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Die Vogelkirsche<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/vogel_01k.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002449\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/vogel_01k.jpg\" alt=\"Vogel 01k in \" width=\"100\" height=\"151\" \/><\/a>Die Vogelkirsche (Prunus avium) begleitet die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Sie erfreut im Fr\u00fchjahr durch Ihre strahlend wei\u00dfe Bl\u00fctenpracht, im Sommer sind ihre Fr\u00fcchte hei\u00df begehrt und im Herbst entz\u00fcckt sie durch \u00e4sthetisch feurige Blattfarben. Alle Zuchtformen der S\u00fc\u00dfkirsche seien\u00a0 auf die Vogelkirsche zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Verbreitungsgebiet der Vogelkirsche erstreckt sich \u00fcber ganz Europa bis Kleinasien und den Kaukasus. Sie fehlt lediglich im \u00e4u\u00dferen Norden und Nordosten von Europa. Sie kommt in H\u00f6henlagen bis zu 1500 m \u00fc. N. N vor. Die Vogelkirsche ist als extreme Lichtbaumart vor allem an Waldr\u00e4ndern und in der freien Landschaft zu finden, wobei sie aber von den Zuchtformen nur sehr schwer zu unterscheiden ist.<\/p>\n<p>Die Vogelkirsche wird etwa 25 m hoch und bis zu 90 Jahren alt.\u00a0Ihre Bl\u00fctezeit liegt im April\/Mai. Anschlie\u00dfend beginnt der Laubaustrieb. Die schwarzrot gl\u00e4nzenden Steinfr\u00fcchte der Vogelkirsche reifen im Juli. Die bitters\u00fc\u00dfen Fr\u00fcchte\u00a0 werden h\u00e4ufig zu einem wohlschmeckenden Gelee eingekocht.<\/p>\n<p>Das Holz der Vogelkirsche besitzt einen wei\u00dfen bis gelblichen schmalen Splint und einen r\u00f6tlichen Kern. Es ist sehr hart und nach der\u00a0 Veredlung durch Schliff und Polieren weist es einen seidig matten Glanz auf. Das Holz der Vogelkirsche wird auf Grund dieser hervorragenden\u00a0 Eigenschaften f\u00fcr ausgesuchte Furniere und vortreffliche M\u00f6bel\u00a0 aber auch im Instrumentenbau stark nachgefragt. Die Vogelkirsche stellt wenige Anspr\u00fcche an N\u00e4hrstoffe und Feuchtigkeit. Deshalb sagen Experten voraus, dass sie vom Klimawandel Profitieren soll.<\/p>\n<p>Eine freistehende Vogelkirsche produziert in Ihrer Krone\u00a0 ab einem Alter von etwa 35 Jahren bis zu einer Million Bl\u00fcten. Deshalb sind Vogelkirschen zu diesem Zeitpunkt eine der wichtigsten Nahrungsquellen f\u00fcr Bienen, Hummeln und andere Insekten. Sie wird von Imkern daher sehr gesch\u00e4tzt. Die Zuchtformen der Kirsche sind h\u00e4ufig daran zu erkennen, dass sie\u00a0 gepfropft wurden. Dieses Erkennungsmerkmal zeichnet sich dadurch aus, dass\u00a0 etwa in einem Meter H\u00f6he eine stark ausgepr\u00e4gte Verdickung erkennbar ist. Eine ertragreiche Kirschenernte ist h\u00e4ufig durch einige Gefahren bedroht. Regen, Hagel oder Sp\u00e4tfrost w\u00e4hrend der Bl\u00fcte k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden die ganze Ernte zunichtemachen.<\/p>\n<p>Kirschkernkissen werden immer h\u00e4ufiger als wohltuender W\u00e4rmespender verwendet. Dabei werden die Kirschkerne in Leinens\u00e4cke gef\u00fcllt und anschlie\u00dfend in der Mikrowelle oder im Backofen erhitzt. Auf empfindliche K\u00f6rperstellen gelegt, spenden sie wohlt\u00e4tige Schmerzlinderung bei Rheuma, Hexenschuss und anderen Leiden.<\/p>\n<p>Am 4.12. Namenstag der\u00a0 heiligen Barbara kann man frische Kirschzweige schneiden, sie in eine Vase stellen und mit etwas Gl\u00fcck bl\u00fchen sie zu Weihnachten.<\/p>\n<h4>Textquelle: NABU, SDW<\/h4>\n<h4>Foto: Griesche<\/h4>\n<h2>S\u00e4ugetier des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Der Dachs<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/img_0962.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002456\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/img_0962.jpg\" alt=\"Img 0962 in \" width=\"280\" height=\"186\" \/><\/a>Eine der typischsten europ\u00e4ischen Wildarten ist der Dachs (Meles meles). Er ist die gr\u00f6\u00dfte in Deutschland vorkommende Marderart. Im Volksmund wird er h\u00e4ufig als Grimmbart bezeichnet. Diesen Name tr\u00e4gt er in der Fabel und in Goethes Versepos Reinecke Voss.<\/p>\n<p>Die K\u00f6rperl\u00e4nge eines ausgewachsenen Dachses betr\u00e4gt vom Kopf bis zum Schwanz etwa 90 Zentimeter. Der Schwanz nimmt davon etwa eine L\u00e4nge von 10 Zentimetern ein. Das K\u00f6rpergewicht bei adulten Tieren betr\u00e4gt zwischen 15 und 20 kg. Eine optische Unterscheidung der Geschlechter ist kaum m\u00f6glich. Es l\u00e4sst sich lediglich sagen, dass das M\u00e4nnchen etwas gr\u00f6\u00dfer und schwerer als das Weibchen ist. Die beiden schwarzen Streifen die \u00fcber Nase , Auge und Ohr \u00fcber das wei\u00dfe Gesicht verlaufen sind ein arttypisches Erkennungsmerkmal. Die F\u00e4rbung des Fells ist auf der Unterseite schwarz und auf der Oberseite silbrig grau. Das Verbreitungsgebiet des Dachses erstreckt sich s\u00fcdlich des Polarkreises \u00fcber fast ganz Europa. Er fehlt lediglich auf abgelegenen Inselgruppen Europas wie z. B. auf Korsika.<\/p>\n<p>Der Dachs ist ein Allesfresser. Er frisst sowohl pflanzliche Nahrung als auch tierische Nahrung. Dazu z\u00e4hlen Regenw\u00fcrmer, Schnecken, Heuschrecken, Wurzeln, Beeren und Vieles mehr. Kaum etwas wird vom nachtaktiven Dachs verschm\u00e4ht. Vor dem Winter fressen sich Dachse eine dicke Speckschicht an. Sie verbringen die kalte Jahreszeit zur\u00fcckgezogen im Bau und halten eine Winterruhe. Sobald im Fr\u00fchjahr bessere\u00a0 Witterungsbedingungen eintreten, werden sie wieder aktiv.<\/p>\n<p>Dachse haben an den Vorderpfoten extrem lange Klauen mit denen sie ausgezeichnet Graben k\u00f6nnen. Damit legen sie ihre riesigen Bausysteme an. Diese Bausysteme der Dachse reichen h\u00e4ufig mehr als f\u00fcnf Meter tief ins Erdreich. Da das Gangsystem von jeder Generation erweitert wird, sind L\u00e4ngen von \u00fcber hundert Metern keine Seltenheit. Au\u00dferdem enthalten sie unz\u00e4hlige Wohnkessel in denen sich auch F\u00fcchse aufhalten und dort sogar ihre Jungen aufziehen.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig stammen die weichen Haare von den Rasierpinseln von Dachsen aus asiatischen Tierzuchten.<\/p>\n<h4>Textquelle: NABU<\/h4>\n<h4>Foto: Eigene<\/h4>\n<h2>Vogel des Jahres 2010\u00a0<\/h2>\n<h3>Der Kormoran<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/kormoran1_klein.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002458\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/kormoran1_klein.jpg\" alt=\"Kormoran1 Klein in \" width=\"100\" height=\"150\" \/><\/a>Der Kormoran (<em>Phalacrocorax carbo<\/em>) z\u00e4hlt wie auch der Pelikan zur Ordnung der Ruderf\u00fc\u00dfer. Sie zeichnen sich, so auch der Kormoran, dadurch aus, dass sie eine Schwimmhaut besitzen, die alle vier Zehen einschlie\u00dflich der Hinterzehe miteinander verbindet. Dieser Eigenschaft verdankt er seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten als Schwimmer und als Taucher.<\/p>\n<p>Das Kormoranm\u00e4nnchen misst etwa 80 bis 100 Zentimeter. Ausgewachsen betr\u00e4gt sein Gewicht zwischen 1,7 und 3kg. Die Weibchen dagegen sind etwas kleiner. Er hat eine langen kr\u00e4ftigen Hals und einen langen, geraden am Ende scharf nach unten gebogenen Schnabel. Der Kormoran ist an seinem schwarz metallisch gl\u00e4nzenden Gefieder gut erkennbar. Zur Brutzeit ist der Kopf des Kormorans wei\u00df befiedert. Jungv\u00f6gel dagegen weisen ein braunes Gefieder auf.<\/p>\n<p>\u00dcberwiegend an ihren Schlaf- und Brutpl\u00e4tzen geben Kormorane abwechselnde kr\u00e4chzende Laute von sich. Ansonsten halten sie sich mit Laut\u00e4u\u00dferungen sehr zur\u00fcck. Kormorane ern\u00e4hren sich ausschlie\u00dflich von Fischen, deren Gr\u00f6\u00dfe sich haupts\u00e4chlich in einem Spektrum von 10 bis 20 Zentimetern bewegt.<\/p>\n<p>Kormorane br\u00fcten in Kolonien auf hohen inselartig gruppierten B\u00e4umen. Kormorane legen dort drei bis vier Eier, die von M\u00e4nnchen und Weibchen abwechselnd etwa 23 bis 29 Tage bebr\u00fctet werden. Die Jungen sind zwei Monate nach dem Schl\u00fcpfen voll flugf\u00e4hig.<br \/>\nDer Kormoran besiedelt Deutschland sowohl Fl\u00fcsse und Seen des Binnenlandes als auch die K\u00fcsten von Nord- und Ostsee.<\/p>\n<p>Kormorane ziehen ab Oktober in ihre \u00dcberwinterungsgebiete, die sich je nach Brutort von S\u00fcddeutschland bis hin nach Afrika erstrecken.<\/p>\n<h4>Textquelle: NABU<\/h4>\n<h4>Foto:\u00a0 NABU F.M\u00f6llers\u00a0<\/h4>\n<h2>Blume des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Die sibirische Schwertlilie<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/iris-heinz_baum40.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002461\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/iris-heinz_baum40.jpg\" alt=\"Iris-heinz Baum40 in \" width=\"300\" height=\"451\" \/><\/a>Die sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) verdankt ihren lateinischen Namen Iris auf Grund ihres vielf\u00e4ltigen Farbenspektrums\u00a0 der gleichnamigen griechischen Regenbogeng\u00f6ttin.<\/p>\n<p>Die sibirische Schwertlilie gedeiht auf\u00a0 feuchten Streuwiesen und Niedermooren sowie Teichufern, Flutmulden oder Gr\u00e4ben. Der Bestand der sibirischen Schwertlilie gilt in Deutschland als gef\u00e4hrdet. Das potentielle nat\u00fcrliche Verbreitungsgebiet der sibirischen Schwertlilie ist relativ weit reichend und umfasst neben Flachlandgebieten auch H\u00fcgellandschaften. Dennoch wurde sie von vielen Fl\u00e4chen verdr\u00e4ngt. Dieser R\u00fcckgang ist auf Fl\u00e4chentrockenlegungen und der Intensivierung\u00a0 der Weidewirtschaft zur\u00fcckzuf\u00fchren. Ebenso sind Fl\u00e4chenversiegelungen und die Eutrophierung von Niedermooren f\u00fcr einen R\u00fcckgang verantwortlich. Voraussetzung f\u00fcr ein Gedeihen der sibirischen Schwertlilie in der freien Landschaft ist eine sp\u00e4te Mahd ab August mit Beseitigung des Mahdgutes.<\/p>\n<p>Die Irisarten sind seit jeher Kulturbegleiter des Menschen. Sie schm\u00fcckten schon r\u00f6mische Mosaikfu\u00dfb\u00f6den und wurden in der Landg\u00fcteverordnung (Capitulare de villis) Karls des Gro\u00dfen genannt. Speziell in der Malerei war sie in Deutschland\u00a0 zur Barockzeit als Motiv sehr beliebt.<\/p>\n<p>Die sibirische Schwertlilie ist ein sogenannter Kaltkeimer und sollte deshalb schon im Herbst ausges\u00e4t werden. Die Saat darf nur mit einer sehr feinen 1bis 2 Zentimeter starken\u00a0 Erdschicht bedeckt werden. Sie akzeptiert hinsichtlich ihrer Gen\u00fcgsamkeit fast jeden Pflanzenort im Garten. Bei entsprechender Behandlung bl\u00fcht sie in der Regel schon nach zwei Jahren. Sie darf allerdings nicht ged\u00fcngt werden.<\/p>\n<h4>Textquelle: Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt<\/h4>\n<h4>Foto: Heinz Baum<\/h4>\n<h2>Orchidee des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Der Frauenschuh<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/img_0956.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002463\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/img_0956.jpg\" alt=\"Img 0956 in \" width=\"400\" height=\"600\" \/><\/a>Der gelbe Frauenschuh lat. (<em>Cypripedium calceolus<\/em>) \u00a0die wohl eindrucksvollste heimische Orchidee wird nach 1996 schon zum zweiten Mal zur Orchidee des Jahres gew\u00e4hlt. Sie w\u00e4chst vor allem in lichten kalkhaltigen Laubmischw\u00e4ldern. Die Leitbaumart dieser W\u00e4lder ist die Rotbuche. Das Hauptvorkommen in Deutschland verteilt sich auf die Mittelgebirgsregionen von Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen, Th\u00fcringen und Niedersachsen.<\/p>\n<p>Der gelbe Frauenschuh, der die gr\u00f6\u00dften Einzelbl\u00fcten aller heimischen Arten aufweist wird bis zu 60 Zentimeter hoch und bl\u00fcht im Mai und Juni. Der namensgebende schuhf\u00f6rmige Bl\u00fcten -Vorderteil ist eine Kesselfalle f\u00fcr Insekten. Die Insekten werden durch die Farbe und den Duft der Bl\u00fcten angelockt. In der Hauptsache sind das solit\u00e4r lebende Erdbienen. An den R\u00e4ndern des Kessels befindet sich ein d\u00fcnner \u00d6lfilm. Durch den Duft des Frauenschuhs angelockt, finden sie hier keinen Halt und Rutschen\u00a0 ins Schuhinnere ab.Dort werden ihnen wohlschmeckende Safthaare zur St\u00e4rkung angeboten. Der einzige Ausweg aus dieser Falle f\u00fcr diese Insekten f\u00fchrt direkt an der Bl\u00fctennarbe vorbei, was eine automatische Best\u00e4ubung nach sich zieht. Aufgezeigt wird ihnen dieser Weg durch ein kleines Lichtfenster hinter dem Best\u00e4ubungsapparat. Dieser Pfad ist allerdings sehr beschwerlich. Untersuchungen haben ergeben,\u00a0 dass deshalb nur wenige Insekten die Bl\u00fcte des gelben Frauenschuhs zweimal anfliegen.<\/p>\n<p>\u00a0Nach der Best\u00e4ubung entsteht eine Frucht mit unz\u00e4hligen winzigen Samen, die eine Sinkgeschwindigkeit von lediglich 25 cm \/sec aufweisen. Bedingt durch ihr extrem niedriges Gewicht k\u00f6nnen die Samen so bis zu 10 km weit verbreitet werden.<br \/>\nDer gelbe Frauenschuh hat besonders hohe Anspr\u00fcche an seinen Lebensraum und ist auf Grund seiner Seltenheit europaweit gesch\u00fctzt. Er leidet heute vor allem unter der Aufgabe traditioneller Waldnutzungsformen.<\/p>\n<h4>Textquelle: NABU<\/h4>\n<h4>Fotos: eigene<\/h4>\n<h2>Schmetterling des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Der Sch\u00f6nb\u00e4r<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/fittosize_220_150_17f8cfc702687f85500e7491ca3cac8b_271.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002465\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/fittosize_220_150_17f8cfc702687f85500e7491ca3cac8b_271.jpg\" alt=\"Fittosize 220 150 17f8cfc702687f85500e7491ca3cac8b 271 in \" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Der Sch\u00f6nb\u00e4r (<em>Callimorpha dominula<\/em>) z\u00e4hlt zu den wenigen tagaktiven Nachtfalterarten. Der Name l\u00e4sst sich auf die auffallend sch\u00f6ne F\u00e4rbung und seine b\u00e4renartige Behaarung als Raupe zur\u00fcckf\u00fchren.\u00a0 Auf Grund dieser Behaarung bekommen Fressfeinde die Raupen nur schwer zu fassen. Wird der Falter durch V\u00f6gel angegriffen wendet er einen simplen aber genialen Trick an. Er stellt, auch im Flug, seine leuchtend roten Hinterfl\u00fcgel auf und t\u00e4uscht somit Ungenie\u00dfbarkeit vor. Ist der Falter in Ruhestellung schiebt der Falter seine Vorderfl\u00fcgel \u00fcbereinander. Somit sind lediglich die schwarz gelben, gut getarnten\u00a0 Fl\u00fcgeldecken sichtbar.<\/p>\n<p>Die Falter sind vor allem im Juni und Juli aktiv, wenn sie vorwiegend den Nektar von Disteln und Wasserdost saugen. Die Eiablage durch die Weibchen erfolgt an verschiedenen Pflanzen\u00a0 wie Brennnessel, Taubnessel, Hahnenfu\u00df oder Himbeere. Die Raupen schl\u00fcpfen im August und \u00fcberwintern in der Laubstreu ihrer Geburtspflanzen. Im Mai des darauffolgenden Jahres verpuppen sich die Raupen entweder in den obersten Erd- oder in den aufliegenden Krautschichten. Die Lebensweise des Falters ist eng an lichte und feuchte W\u00e4lder gekoppelt, die von Kleingew\u00e4ssern durchzogen werden.<\/p>\n<p>Das Vorkommen des Sch\u00f6nb\u00e4ren ist lokal sehr begrenzt. F\u00f6rderlich f\u00fcr den Sch\u00f6nb\u00e4ren sind vor allem der Erhalt von feuchten Hochstaudenfluren bestehend aus Brennnessel und Distel sowie Verzicht auf Trockenlegungen in der Landschaft.<\/p>\n<h4>Textquelle: BUND<\/h4>\n<h4>Foto: Walter Sch\u00f6n, NABU R.Weis, Eva Kn\u00f6n<\/h4>\n<h2>Fisch des Jahres 2010<\/h2>\n<h3>Die Karausche<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/fdj-karausche.jpg\" rel=\"lightbox[1006319]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1002452\" src=\"http:\/\/www.segebergerheide-ruheforst.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/fdj-karausche.jpg\" alt=\"Fdj-karausche in \" width=\"485\" height=\"325\" \/><\/a>Die Karausche (Carassius carassius) gilt als \u00e4u\u00dferst gen\u00fcgsame und robuste Fischart. Sie kommt sowohl in Stillgew\u00e4ssern, welche sich durch eine artenreiche Unterwasserflora auszeichnen, als auch in Flie\u00dfgew\u00e4ssern mit geringer Str\u00f6mungsgeschwindigkeit vor. Sie ist so anpassungsf\u00e4hig, dass sie selbst in verschlammten T\u00fcmpeln \u00fcberleben kann. Trocknen Gew\u00e4sser vergr\u00e4bt sich die Karausche im Schlamm. Sie ist in der Lage in solchen Situationen bis zu f\u00fcnf Tagen ohne Sauerstoff auszukommen.<\/p>\n<p>Die Karausche wird in die Familie der Karpfenfische eingeordnet. Sie ist an ihrem hochr\u00fcckigigem gedrungenen K\u00f6rper gut von anderen Fischarten zu unterscheiden. Die F\u00e4rbung der Karausche variiert von grau \u00fcber gr\u00fcnlich bis hin zu messinggelb. Sie erreichen ihre Geschlechtsreife mit dem dritten bis vierten Lebensjahr und laichen von Mai bis Juli. In der Laichzeit legen die Weibchen 150 000 bis 300000 stark haftende Eier an Wasserpflanzen. Nach sp\u00e4testens sieben Tage schl\u00fcpfen die Larven.<\/p>\n<p>Die Karausche ern\u00e4hrt sich sowohl von Kleinstwasserlebewesen aller Art als auch von pflanzlicher Nahrung. Den Winter \u00fcberdauern sie im Schlamm eingegraben und sind dabei teilweise sogar vom Eis eingeschlossen. \u00a0Der typische Lebensraum der Karausche sind unregelm\u00e4\u00dfig \u00fcberflutete Auegew\u00e4sser. In Deutschland ist ein R\u00fcckgang der Karausche insbesondere durch Ufer- und Querverbauungen zu verzeichnen.<\/p>\n<h4>Textquelle: VDSF<br \/>\nFoto: Wolfgang Hauer<\/h4>\n<p><!-- google_ad_section_end --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baum des Jahres 2010 Die Vogelkirsche Die Vogelkirsche (Prunus avium) begleitet die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Sie erfreut im Fr\u00fchjahr durch Ihre strahlend wei\u00dfe Bl\u00fctenpracht, im Sommer sind ihre Fr\u00fcchte&#8230; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/2010\/02\/20\/20-02-2010-die-arten-des-jahres-2010\/\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":966,"comment_status":"false","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-4)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-965","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=965"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/965\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ruheforst-deutschland.de\/segeberger-heide\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}