RuheForst® Konzept
In herrlichen, speziell ausgewählten Waldgebieten bieten RuheForste® Ruhestätten für verstorbene Menschen an. Diese Wälder zeichnen sich vor allem durch heimische Baumarten aus, die nun nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. In RuheForsten wird grundsätzlich kein Holz mehr eingeschlagen oder Totholz entfernt, es sei denn, die Sicherheit der Besucher wäre gefährdet. Ansonsten können sich diese Wälder in den nächsten 100 Jahre ungestört weiterentwickeln. Dadurch entstehen neue Lebensräume für Pflanzen, Pilze, Tiere, Vögel und Insekten. So bleibt dieser Ort mit seinen Besonderheiten erhalten und besonders geschützt. Ein RuheForst ist Lebensraum und Waldfriedhof zugleich.
In einem RuheForst befinden sich zahlreiche RuheBiotope®. So werden die Ruhestätten beziehungsweise die Urnengrabstätten im RuheForst® bezeichnet. In einem solchen Biotop werden die Aschen von Menschen beigesetzt, die sich zu Lebzeiten mit der Natur und dem Wald verbunden fühlten. Die Urnen werden Teil des Waldbodens. Gleichzeitig dient das Biotop als Lebensraum für die Bewohner des Waldes.
Das Wort „Biotop“ kommt eigentlich aus der Biowissenschaft und bezeichnet den Lebensraum einer Lebensgemeinschaft in einem bestimmten Gebiet. Bios (griechisch) steht für das Leben, und Topos (griechisch) für den Ort. Da in diesem Biotop die Asche eines Menschen in einer biologisch abbaubaren Urne zur letzten Ruhe beigesetzt wird, entsteht der Begriff RuheBiotop®.
RuheForste sind also zeitgleich der Ort der letzten Ruhe für die Verstorbenen, ein Ort zum Trauern und Erinnern für die Hinterbliebenen und ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Die Freiherr Knigge´sche Forstverwaltung:
Die Waldflächen gehören seit 1330 den Freiherrn Knigge. Vom Stammsitz der Familie, dem Rittergut Bredenbeck, werden sie durch eine eigene Verwaltung bewirtschaftet.
Die Forstverwaltung gehört heute dem Verbund der Pan-Europäischen-Forstzertifizierungssysteme (PEFC) an. Bei einem Besuch haben Sie die Möglichkeit, auf einer Waldführung mehr über die naturgemäße Forstwirtschaft zu erfahren, die hier seit mehr als einem Vierteljahrhundert betrieben wird.
Wissenswertes
Der RuheForst Deister liegt vor den Toren Hannovers am Fuße des Calenbergs, der dieser Landschaft seinen Namen gegeben hat.Ausgedehnte Buchen- und gemischte Eichenwälder ziehen sich die Hänge des Deisters hinauf und wechseln langsam in Bestände, in denen Nadelbaumarten wie Fichte, Lärche und Douglasie dominieren. Ein Spaziergang durch den Wald gestaltet sich bunt und abwechslungsreich. Mit etwas Glück trifft man auf die vielfältige Tierwelt, zu der neben Schwarzwild und Reh auch die größte heimische Schalenwildart, das Rotwild gehört.
Bredenbeck mit seinen 3200 Einwohnern ist Ortsteil von Wennigsen und liegt ca. 12 km südwestlich der Niedersächsischen Landeshauptstatdt Hannover am Fuße des bewaldeten Deisters. Die Gründung von Wennigsen kann nicht genau zurück datiert werden, es ist jedoch davon auszugehen, dass Wennigsen bereits um 1150 entstand. Nicht ganz so alt wie Wennigsen, aber mit Sicherheit ein geschichtliches sowie kulturelles Ereignis der Sonderklasse ist das regelmäßig stattfindende Historische Freischiessen (alle 3 Jahre). Ebenfalls ein kultureller Hochgenuss ist die Klosterbühne Wennigsen, wo regelmäßig Theaterstücke aufgeführt werden.






