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      Bedeutung des Waldes und Naturschutz

      Die Bedeutung des Waldes für den Menschen

      Der Mensch und der Wald, das ist eine besondere Beziehung. Der Wald ist unsere Urheimat, vermutlich rührt daher unsere tiefe Verbundenheit zum ihm. Jahrtausendelang galt der Wald in Deutschland als dunkel und gefährlich, als Wohnort von Dämonen und Fabelwesen. Die Germanen verehrten Bäume als Sitz von Göttern.

      Mit Beginn der Epoche der Romantik, Anfang des 19. Jahrhunderts, änderte sich die Haltung zum Wald radikal. Er wurde durch Dichter und Maler zum Symbol einer ersehnten heilen und träumerischen Welt. Die einfache Bevölkerung hingegen, insbesondere die, die nah am Wald lebte, konnte anfangs die romantische Waldsehnsucht nicht nachempfinden. Denn der Wald war für sie schlicht ein Ort, in welchem man Rohstoffe und Nahrungsmittel für den Bedarf der Menschen und der Industrie gewann.

      Erst am Ende des 19. Jahrhunderts und der Weiterentwicklung der Industrialisierung wurde die romantische Sehnsucht nach Beständigkeit, zum Lebensgefühl aller Schichten. Von da an zog es viele Menschen in die Wälder. Wälder sind bis heute neben ihrem Nutzwert für den Menschen Rückzugs-, Wohlfühl- und Regenerationsort. Sie sind Orte der Ruhe, Besinnung und der Erholung. Sie dienen der Inspiration und Gesundheit, ob zum Spazierengehen, Pilze sammeln oder zur Naturbeobachtung. Sie reduzieren indirekt Stress, fördern das psychische Wohlbefinden und stärken unser Immunsystem.

      Wälder bieten uns mit ihrer Lebendigkeit viele Naturerlebnisse und zeigen uns das Zusammenspiel vom Werden und Vergehen. In manchen Kulturen haben sie auch eine mythologische Bedeutung. Sie dienen aber auch der Holzgewinnung, als nachwachsender ökologischer Rohstoff für zum Leben benötigte Produkte.

      Gedicht vom „Doktor Wald“

      Wenn ich an Kopfweh leide und Neurosen,
      mich unverstanden fühle oder alt,
      und mich die holden Musen nicht liebkosen,
      dann konsultiere ich den Doktor Wald.

      Er ist mein Augenarzt und Psychiater,
      mein Orthopäde und mein Internist.
      Er hilft mir sicher über jeden Kater,
      ob er von Kummer oder Cognac ist.

      Er hält nicht viel von Pülverchen und Pille,
      doch umso mehr von Luft und Sonnenschein.
      Und kaum umfängt mich angenehme Stille,
      raunt er mir zu: „Nun atme mal tief ein!“

      Ist seine Praxis oft auch überlaufen,
      in seiner Obhut läuft man sich gesund.
      Und Kreislaufkranke, die noch heute schnaufen,
      sind morgen ohne klinischen Befund.

      Er bringt uns immer wieder auf die Beine,
      das Seelische ins Gleichgewicht,
      verhindert Fettansatz und Gallensteine.
      nur – Hausbesuche macht er leider nicht.

      Förster Helmut Dagenbach, 1986

      Waldgeschichte

      Die Entwicklung des mitteleuropäischen Waldes hat seit dem Ende der letzten Eiszeit eine sehr wechselhafte Geschichte in Bezug auf seine Ausbreitung und der Zusammensetzung seiner Pflanzengesellschaften erfahren. Dieses vor allem seit Beginn der Sesshaftwerdung und der damit einhergehenden, immer intensiveren Nutzung des Waldes durch uns Menschen in den letzten 2.000 Jahren.

      Nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, begannen sich die Wälder in Mitteleuropa langsam wieder auszubreiten. So bedeckten sie vor etwa 7.500 Jahren 90 % der Landfläche in Mitteleuropa. Dabei handelte es sich wohl vorwiegend um gemischte Laubwälder, in denen sich so nach und nach die Buche immer mehr als Hauptbaumart ausbreitete.

      Mit der Sesshaftwerdung der Menschen der bandkeramischen Kultur begann Stück für Stück die intensivere Nutzung des Waldes. Holz wurde als Baustoff und Energieträger in immer höherem Umfang benötigt. Ebenso nahm die Rodung der Wälder stetig weiter zu, um Acker- und Hofflächen zu schaffen. Dadurch wurde der Anteil der Waldfläche bereits auf 90 % der Landfläche zurückgedrängt.

      Zu Beginn des Mittelalters waren nur noch zwei Drittel Mitteleuropas bewaldet. In den folgenden Jahrhunderten verschwand immer mehr Wald. So waren im 18. bzw. 19. Jahrhundert gerade noch knapp 10 % der Landfläche bewaldet.

      Diese Holzknappheit veranlasste den sächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz 1713 dem entgegenzuwirken, in dem er verfügte, dass nur noch so viel Holz eingeschlagen werden darf, wie auch tatsächlich nachwächst.

      Damit war der heute so bekannte Begriff der Nachhaltigkeit geboren, der nicht mehr nur für die Holznutzung gilt, sondern inzwischen in allen Lebensbereichen Anwendung findet.

      Deutschland ist heute trotz vieler sogenannter „Reparationshiebe“ nach dem zweiten Weltkrieg wieder zu einem Drittel bewaldet.

      „Waldbau“ im RuheForst

      Deutschlands Wälder werden heutzutage grundsätzlich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit naturnah bewirtschaftet. Die Waldflächen, in denen die RuheForste liegen, sind in der Regel sogar nach zusätzlichen Waldbewirtschaftungsstandards zum Schutz der Natur und der Wälder FSC oder PEFC zertifiziert und werden den Vorgaben entsprechend gepflegt.

      Die Ziele dieser Waldbewirtschaftung beinhalten die Schaffung stabiler und elastischer Waldökosysteme als Grundvoraussetzung für die Erhaltung und Förderung der Leistungsfähigkeit des gesamten Naturhaushaltes und des Klimaschutzes.

      Dies bedeutet unter anderem

      • Vermeidung von Kahlschlägen,
      • Verzicht auf Chemie im Wald,
      • Nutzung der natürlichen Verjüngung standortgerechter Baumarten,
      • Aufbau gesunder, stabiler, wertvoller, artenreicher Mischwälder, mit starker Förderung von Laubbäumen,
      • Standortgerechte Baumartenwahl
      • Förderung der Artenvielfalt,
      • konsequente ökologische, ökosystemverträgliche Ausrichtung der Pflege-, Durchforstungs- und Nutzungseingriffe,
      • Baumriesen können entstehen,
      • weitgehende Erhaltung von Totholz-, Horst- Höhlen- und Nistbäumen,
      • keine flächige Befahrung des Waldes,
      • Bewahrung der Waldbodenqualität,

      Naturschutz

      Unser Wald ist ein hochkomplexes Ökosystem mit einer immensen Bedeutung für uns und unsere Umwelt. Er ist lebenswichtig. Der Wald liefert frische Luft, filtert und reinigt sie, produziert den für Menschen wichtigen Sauerstoff und bindet CO². Er liefert uns Holz als Baustoff und Energieträger, filtert und speichert Wasser und bietet Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Somit tragen Wälder wesentlich zur Stabilisierung des Klimas bei.

      Inzwischen hat man erkannt, dass die Übernutzung und Zerstörung von Natur und Landschaft sowie die damit einhergehende Verringerung von Artenvielfalt und Biodiversität dramatische und katastrophale Folgen für den Naturhaushalt und unsere Lebensgrundlagen hat. Daher hat man zum Schutz unserer Umwelt ein entsprechendes Naturschutzgesetz erlassen.

      Die Ziele sind im Wesentlichen, die Erhaltung und Förderung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit, Leistungsfähigkeit und Biodiversität von Natur, Landschaft und Wildnis, sowie die Förderung der nachhaltigen Nutzung der Naturressourcen durch den Menschen.

      Da die als RuheForste ausgewiesenen Flächen für mindestens 99 Jahre in ihrer Funktion bestehen, können sie sich ungestört weiterentwickeln und stellen einen Gewinn für den Wald und unsere Umwelt dar. Damit bieten die RuheForst-Wälder nicht nur eine alternative Bestattungsart, sondern auch ein Waldschutzkonzept und eine alternative Form der Waldwirtschaft. In RuheForsten wird in der Regel kein Holz geschlagen oder Totholz entfernt, es sei denn, es würden Gefahren für Besucher entstehen. Diese würden dann mit den geeigneten Eingriffen beseitigt.

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