Monatsarchiv für Januar 2009

15.01.2009 Winterliche Eindrücke aus den RuheForst Standorten Mecklenburg-Vorpommerns

Donnerstag, den 15. Januar 2009

Viele schöne Eindrücke von besonders schönen RuheForst Wäldern konnte
die “RuheFörsterin” Monika Kernbach von Ihrer Reise durch die RuheForst
Standorte Stadt Usedom, Rostocker Heide und Schweriner Seen mitnehmen.

RuheForst Schweriner Seen
v.l.n.r
“RuheFörsterin” Monika Kernbach und Forstamtsleiter Ingo Nadler
RuheForst Schweriner Seen
RuheForst Schweriner Seen


v.l.n.r
RuheForst Schweriner Seen
RuheForst Schweriner Seen
RuheForst Stadt Usedom


v.l.n.r
Andachtstätte RuheForst Stadt Usedom
RuheFörster Dirk Nass (Usedom) und Monika Kernbach
RuheForst Betreuer Rostocker Heide Burkhard Brosin und Forstamtsleiter Jörg Harmuth


RuheForst Rostocker Heide


Forstamt Rostock

14.01.2009 - Gefunden: Eine besondere Grabstätte

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Bernhard Klein ist Förster und Betreuer des RuheForsts Südpfälzer Bergland in Rheinland Pfalz. Eine Ruhestätte der besonderen Art zeigte er auf einer seiner letzten Führungen seinen Interessenten. “Eine Grabstätte die den Namen RuheBiotop verdient hat”, so Förster Klein. Weitere Eindrücke zeigen die Fotos aus dem auch im Winter wunderschönen RuheForst.
Nähere Informationen erhalten Sie unter:
http://www.ruheforst-suedpfaelzerbergland.de 

14.Januar 2009 - Die Heilpflanze des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Die Ringelblume (Calendula officinales)
Der Naturheilverein Theophrastus hat die Garten-Ringelblumezur Heilpflanze des Jahres 2009 gekürt. Wissenschaftlich belegt ist die positive Wirkung der Ringelblume bei schlecht heilenden Wunden einschließlich Unterschenkelgeschwüren, bei Verbrennungen und Ekzemen. Nachgewiesen wurden ebenfalls blutfettsenkende, gallenflussanregende und abwehrsteigernde Eigenschaften. Traditionell wird die angenehm duftende Ringelblume neben äußerlichen Anwendungen auch innerlich eingesetzt, zum Beispiel bei Magen-Darm-Störungen und Magengeschwüren, Gallebeschwerden, Leberschwäche und Menstruationsproblemen. Auf das Nervensystem wirkt die Ringelblume beruhigend. Der Name Ringelblume geht ist auf ihre ringförmigen Früchte zurück. Dabei bilden sich aus den außen liegenden Zungenblüten Klettfrüchte, die dann von Tieren verbreitet werden. Aus den mittleren Blüten entstehen leichte, teils luftgefüllte Samen, die der Wind verbreitet. Ganz innen im Blütenstand sind die Früchte wurmartig gekrümmt, sie werden oft von Ameisen verbreitet. Einen Pappus, das für so viele Korbblütler typische Flugschirmchen, haben die Ringelblumenfrüchte allerdings nicht.
Die Ringelblume ist ein einjähriges Korbblütengewächs mit einer etwa 20 Zentimeter langen Pfahlwurzel. Die 30 bis 60 Zentimeter hohe Pflanze bildet an dem aufrechten, teilweise verzweigten, filzigen Stängel ab Juni zwei bis fünf Zentimeter breite Blütenkörbchen, die farblich zwischen hellem Gelb und kräftigen Orange variieren. Heimat der ursprünglichen Wildpflanze ist wohl der Mittelmeerraum, wo es mehr als ein Dutzend verschiedenen Calendula-Arten gibt; heute ist sie aber ausschließlich in Kultur bekannt. Einzige in Mitteleuropa wild wachsende Ringelblume ist die hellgelb blühende Acker-Ringelblume (Calendula arvensis). Sie ist leider äußerst selten geworden.

Quelle: NABU  Foto: H. May

14. Januar 2009 - Die Orchidee des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Das Männliche Knabenkraut (Orchis mascula)
Die Arbeitskreise Heimischer Orchideen (AHO) haben das Männliche Knabenkraut zur Orchidee des Jahres 2009 gekürt. Der lateinische Name „mascula“ deutet schon an, dass es sich um eine stattliche Pflanze handelt. Das Männliche Knabenkraut wird bis 65 Zentimeter hoch. Der Blütenstand kann mit mehr als 30 Einzelblüten besetzt sein und ist zumeist purpurrot gefärbt.
Die eiförmig-lanzettlichen Rosettenblätter können ungefleckt, gesprenkelt oder auch purpurrot gefleckt sein. Der Stängel wird zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch, es folgt der bis zu 15 Zentimeter lange zylindrische Blütenstand. Die Blüten können hell- bis purpurrot sein. Die Blütezeit beginnt Ende April, Orchis mascula gehört damit zu den recht früh blühenden heimischen Orchideen.
Das Männliche Knabenkraut – auch Stattliches Knabenkraut, Manns-Knabenkraut oder Kuckucks-Knabenkraut genannt – ist vor allem auf Wiesen und in lichten Wäldern zu finden. Es wächst auch auf Trockenrasen, wenn es wenigstens zeitweise genügend Feuchtigkeit hat. Bevorzugt werden eher mittlere und höhere Lagen.
Quelle: AHO/NABU   Foto: S. Sczepanski

14.Januar 2009 - Die Blume des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Die Wegwarte (Cichorium intybus)
Die Blume des Jahres 2009 ist die “Gemeine Wegwarte”. Die an Weg- und Ackerrändern wachsende, in einem strahlenden Blau-Violett blühende Verwandte von Chicoree und Radicchio gilt in mehreren Bundesländern als gefährdet.  Wegen ihrer Blütenfarbe ist die Wegwarte auch als “Wegeleuchte” bekannt und soll in einem Roman von Novalis die “Blaue Blume” verkörpern - Symbol der Liebe und Romantik.
Vor allem praktischen Nutzen hatte aber seit dem 17. Jahrhundert ihre Wurzel, die geröstet teurem Bohnenkaffee beigemischt wurde oder auch “Muckefuck”, Kaffee-Ersatz, ergab. Die Gemeine Wegwarte gehört zur Familie der Korbblütler und gedeiht an warmen, sonnigen Standorten, gern auf trockenen Lehmböden an Mauern und Böschungen oder auf Industriebrachen. Sie blüht von Juli bis Oktober, wobei sich die Körbchenblüten - auch Zungenblüten genannt - nur an hellen Tagen oder bei Sonne öffnen.
Quelle: Loki Schmidt Stiftung   Foto: dpa

14.Januar 2009 - Baum des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Der Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Der Baum des Jahres 2009 ist der Berg-Ahorn. Die häufigste Ahornart in Mitteleuropa kann über 30 Meter hoch und bis zu 600 Jahre alt werden.  So trägt der Berg-Ahorn zur Verbesserung des Bodens bei, da seine Blätter zu nährstoffhaltigem Humus verrotten. Über 20 Vogelarten nutzen seine Früchte als Nahrung. Als Pionierpflanze wächst er zudem auf nicht besiedelten Flächen oder nährstoffarmen Böden. Mit seinem dichten Laub sorgt er für Lärmschutz an Straßen. Seine propellerartigen Früchte sind ein prima Spielzeug. Sie kleben wie ein Horn auf der Nase. Werden die “Nasenzwicker” vom Wind erfasst, erreichen sie bis zu 16 Umdrehungen pro Sekunde. Mit diesem biologischen “Hubschrauber” kann der Berg-Ahorn seinen Samen auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld verbreiten.
Bei Autofahrern ist der Berg-Ahorn weniger beliebt: Wegen seines hohen Zuckergehalts wimmelt es auf ihm von unzähligen Blattläusen. Sie scheiden den nur teilweise verdauten Zuckersaft als “Honigtau” aus und überziehen alles, was unter der Baumkrone steht, mit einem klebrigen Film. Das helle, beinahe weiße Holz des Berg-Ahorns ist bis heute erste Wahl bei hölzernen Küchengerätschaften wie Schalen, Schneid- und Frühstücksbrettern, Kochlöffeln, Fleischklopfern und Nudelhölzern. Auch wird das recht harte, aber gut drechselbare Holz gerne auch für Musikinstrumente wie Flöte, Fagott, Cello und Geige genommen.
Quelle: SDW e.V.  Foto: ddp

14.Januar 2009 - Das Reptil des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Die Würfelnatter (Natrix tessellata)
Die Würfelnatter ist die seltenste und am stärksten vom Aussterben bedrohte Schlangenart Deutschlands. Natürliche Restvorkommen dieser Art existieren nur noch an den Ufern der Flüsse Mosel, Nahe und Lahn in Rheinland-Pfalz. Die ungiftige Wassernatter erreicht eine Länge von bis zu einem Meter und ist für den Menschen völlig ungefährlich. Der Name stammt von der charakteristischen Rückenzeichnung. Als Wassernatter ist die Würfelnatter sehr eng an den Lebensraum Wasser gebunden. Den Großteil des Tages verbringt sie mit der Nahrungssuche im Wasser. Ihre Nahrung, die überwiegend aus Fischen besteht, fängt die Würfelnatter tauchend im Wasser. Sonnenplätze am Gewässerufer sind für die wechselwarme Schlange von großer Bedeutung, die diese wärmeliebende Art am Morgen und zwischen den „Tauchgängen“ zum Aufwärmen aufsucht.
Quelle: NABU Foto:Wikipedia

 

 

14.Januar 2009 - Die Spinne des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Die Dreiecksspinne (Hyptiotes paradoxus)
Die Dreiecksspinne ist nur drei bis sechs Millimeter groß. Mit ihren relativ kurzen Beinen und einem dreieckigen gedrungenen Körper wirkt sie eher unscheinbar. Wie alle drei deutschen Vertreter der Familie der Kräuselradnetzspinnen (Uloboridae) kann sie sich perfekt tarnen, so dass sie nur schwer zwischen den trockenen Ästen in Nadelwäldern zu sehen ist. Eher hat man bei einem spätsommerlichen Streifzug durch Fichtenschonungen Chancen das etwas 20 Zentimeter große Netz zu finden. Es ist zwischen die unteren Zweige der Bäume gewebt und schimmert als seidenes Dreieck im Gegenlicht der Sonne. Die Dreiecksspinne ist von Westeuropa bis Ostasien weit verbreitet. In Deutschland kommt sie hauptsächlich in Mittelgebirgslagen vor, so die Nachweise der Arachnologischen Gesellschaft (www.arages.de). Ihr Gattungsname Hyptiotes (”die auf dem Rücken Liegende”, “die Träge”) weist auf ihre Ruheposition hin, in der sie perfekt getarnt ist. Der Artname “paradoxus” (”die Merkwürdige”) zielt auf ihre Besonderheiten ab und macht neugierig. Zu Recht. Denn, sowohl was ihre Fangtechnik als auch ihren Spinnfaden betrifft, ist sie etwas Besonderes. So hält Hyptiotes bei ihrem Netz auf raffinierte Weise die “Fäden in der Hand”. Sie wartet zwischen dem Signalfaden, der zum Netz führt, und dem Anheftungspunkt des Netzes auf ihre Beute. Das Netz selbst besteht aus nur vier radialen Spinnfäden mit dazwischen gespannten Fangfäden. Sobald ein Insekt in das Netz gerät, verlängert Hyptiotes blitzschnell den Faden hinter sich. Sofort fällt das Netz über der Beute in sich zusammen. Da die Insekten nicht mit Gift betäubt oder getötet werden können, werden sie bis zur Unkenntlichkeit eingesponnen.
Quelle: Julius Kühn Institut Foto:H. Bellmann

14.Januar 2009 - Das Insekt des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Die gemeine Blutzikade (Cercopis vulnaterea)
Die Blutzikade gehört zu den Schaumzikaden, deren Larven in einem Schaumnest leben, der von Kindern landläufig als “Kuckucksspucke” bezeichnet wird. Der klebrige Schaum schützt die Larven vor Feinden und vor Austrocknung. Die Larven der Blutzikade leben unterirdisch an Wurzeln in nicht zu trockenen Magerrasen, Weiden, Waldlichtungen und Weg- und Grabenrändern, sogar in Gärten, allerdings kaum auf Mähwiesen. Blutzikaden überwintern als Larven im Boden in 10 bis 15 cm Tiefe. Anfang Mai bis Juli sind dann die rotschwarzen Tiere zu sehen.

Die Blutzikade ist eine gute Springerin, eine Fähigkeit, die sie mit vielen Zikaden, vor allem aber mit den Schaumzikaden gemeinsam hat und die ihr häufig das Leben rettet. Mit ihrer Warnfärbung täuscht sie nur Giftigkeit vor. Bei Gefahr scheidet sie aus den Fußspitzen eine übelriechende, jedoch offenbar ungiftige Flüssigkeit aus, sodass dem Räuber der Appetit vergeht. Wie viele Zikaden singt auch die Blutzikade mit einem besonderen Organ, dem Tymbal, das an beiden Seiten der Basis des Hinterleibrings liegt. Die Männchen schlagen dabei kräftig mit den Flügeln. Manchmal werden die Weibchen mit den Vorderflügeln betrillert. Für menschliche Ohren ist der Gesang zu leise, um ihn wahrzunehmen. Die Eiablage wurde bisher noch nie beobachtet.
Quelle: Julius Kühn Institut Foto: A. Schwarz

14.Januar 2009 - Der Fisch des Jahres 2009

Mittwoch, den 14. Januar 2009

Der Aal (Anguilla anguilla)
Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben den Aal zum Fisch des Jahres 2009 gewählt. Mit dieser Wahl soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Bestände des Europäischen Aals (Anguilla anguilla) fast im gesamten Verbreitungsgebiet erheblich zurückgegangen sind und dass es gilt, diesen außergewöhnlichen und einzigartigen Fisch besser zu schützen. Der Aal ist mit seinem schlangenförmigen und langgestreckten Körper unverwechselbar. Er lebt auf dem Grund unter Steinen, im Schlamm oder in Spalten und ernährt sich vorwiegend von Würmern, (Klein-)Krebsen, Insektenlarven, Fischlaich, aber auch von Fischen.

Aale schlüpfen im Atlantik, in der Sargassosee nahe den Bahamas. Mit dem Golfstrom werden die Larven östlich verdriftet und nach etwa drei Jahren erreichen sie die europäischen Küsten. Umgewandelt zu Glasaalen, wandern die jungen Aale dann in die Flußmündungen ein, steigen in den Flüssen auf und gelangen auch in Seen. Hier wachsen sie dann innerhalb von sechs bis zwölf Jahren als Gelbaale zur Geschlechtsreife heran. Zur Fortpflanzung wandern sie, nun Blankaale genannt, wieder tausende Kilometer zurück in die Sargassosee, wo sie geschlüpft waren. Dort laichen die Aale ab und sterben. Das Vorkommen des Europäischen Flussaals erstreckt sich über die Atlantische Küste Nordafrikas und Europas (inklusive Nordsee, Ostsee und Mittelmeer).
Quelle: VDSF e.V.  Foto:W. Hauer

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