24.10.2012 – Großer Zuspruch für das Konzept RuheForst

24. Oktober 2012 – 

Peter Kiefer: „Die Resonanz in Kaiserslautern übertrifft unsere Erwartungen bei weitem“

Eine ausgesprochen positive Bilanz zog dieser Tage der Beigeordnete der Stadt Kaiserslautern, Peter Kiefer, aus Anlass der „ersten 100 Tage RuheForst Kaiserslautern“. Mit einem großen Interesse der Bevölkerung der Stadt Kaiserslautern sowie des Umlandes habe man von Seiten des Rathauses zwar gerechnet, „mit der Notwendigkeit, nun bereits nach lediglich 100 Tagen bereits die erste Erweiterungsphase der neuen Bestattungsanlagen beginnen zu müssen, jedoch auf keinen Fall“. Es habe bereits 70 Beisetzungen im RuheForst gegeben, darüber hinaus seien in diesem relativ kurzen Zeitraum von lediglich 100 Tagen seit der Eröffnung der Anlage Anfang Juli 54 EinzelBiotope, an denen jeweils zwölf Personen ihre letzte Ruhe finden können, sowie 198 GemeinschaftsBiotope vergeben worden.

Peter Kiefer: „Auf dem ersten Abschnitt mit 4,2 Hektar und den bislang ausgewiesenen 322 Ruhebäumen wird es zwar noch nicht wirklich eng, allerdings ist die Auswahl der einzelnen Bäume schon merklich geschrumpft.“  Deshalb werde der RuheForst nun in Richtung Norden um zwei weitere Hektar und rund 150 Bäume vergrößert. Im Flächennutzungsplan sind nach Darstellung des Beigeordneten 41 Hektar mit 2.500 Bäumen in diesem schönen Mischwald vorsorglich als Friedhofsfläche ausgewiesen.

Großes Interesse auch aus dem Umland

Die enorme Nachfrage nach Plätzen auf dem neuen RuheForst verteilt sich nach den Erläuterungen des Beigeordneten Kiefer zu jeweils zur Hälfte auf Interessenten aus der Stadt Kaiserslautern sowie dem Landkreis. Aber auch über die engere Region Kaiserslautern hinaus gebe es vermehrt Anfragen.  Kiefer schrieb dies nicht zuletzt dem großen und naturbelassenen Waldareal der RuheForst-Anlage, dem behindertengerechten Bodenbelag auf den Wegen und der guten Busanbindung nach Kaiserslautern zu. Die Bushaltestelle am „RuheForst-Parkplatz zwei“ heißt von Dezember an „RuheForst“. Auch in den Bussen werde dann der ehemalige Begriff für diese Bushaltestelle nicht mehr „Panzerkaserne“, sondern „RuheForst“ lauten.

Auch Michael Sattel vom Referat Grünflächen der Stadt Kaiserslautern hob in einer Stellungnahme hervor, dass die Verwaltung der Stadt von der exorbitanten Nachfrage „komplett überrollt“ wurde. Er bat um Verständnis, wenn eine Bearbeitung der Anfragen oder ein Rückruf nicht umgehend erfolge. Immerhin ließen sich im Verlauf der 17 Führungen etwa 800 interessierte Besucher während der zurückliegenden 100 Tage von Förster Tobias Foth und seinem Mitarbeiter über den RuheForst führen. Weitere Verbesserungen der RuheForst-Anlage sind in nächster Zeit mit Unterstützung des Jobcenters vorgesehen. So werde etwa eine Arbeitsgruppe mit rund zehn Mitarbeitern des Ökologieprogramms des Referates Soziales noch eine barrierefreie Schutzhütte, verschiedene Ruhebänke sowie ein Toilettenhäuschen errichten. Das Gelände erhalte zudem noch einige Treppen und Rampen mit Handläufen. Darüber hinaus werde eine Wildobstwiese angelegt. Die nächsten Führungen über den RuheForst Kaiserslautern finden am 28. Oktober sowie am 11. und am 25. November jeweils um 10 Uhr statt.